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Wizard 30 Jahre Jubiläumsedition im Test: Das perfekte Rundum-Sorglos-Paket für Stichspiel-Fans
Der Kartenspiel-Klassiker von Amigo streift die Zettelwirtschaft ab und spendiert dem Deck zwei völlig neue Sonderkarten.
Wer sich auch nur ansatzweise für Stichspiele erwärmen kann, wird mit Sicherheit schon die eine oder andere Partie von Amigos Dauerbrenner Wizard gezockt haben. Ich würde sogar so weit gehen und behaupten, dass es praktisch der Archetyp des modernen Stichspiels ist. Es ist ein echter Klassiker, der im Kern zwar immer gleich geblieben ist, jedoch bereits etliche Neuauflagen mit leicht veränderten Inhalten erlebt hat. In diesem Jahr feiert Wizard schon den 30. Geburtstag. Passend dazu hat der Verlag ein Rundum-sorglos-Paket für alle Fans geschnürt. Aus dem kleinen Schachtelformat ist ein gar nicht mehr so schmales Super-Duper-Luxus-Set geworden.
Die Jubiläumsausgabe von Wizard sieht schon von außen absolut edel aus. Die Schachtel ist umhüllt von einer schwarzen Papierbanderole und mit einer goldenen Umrandung verziert, optisch macht die Luxusedition eine Menge her. In der Box befinden sich ein Deck aus siebzig Karten und jede Menge Marker. Auch hier seht ihr bereits eine leichte Änderung gegenüber dem Original, das lediglich sechzig Spielkarten enthält und ganz ohne Marker auskommen muss. Dafür wurde der Notizblock wegrationalisiert, sämtliche Punkte, Zahlen und Statistiken lassen sich komfortabel mit passenden Markern verwalten. Sehr praktisch!
Bei den zehn Bonuskarten handelt es sich um Inhalte, die bereits in früheren Wizard-Sonderausgaben veröffentlicht wurden. Sie liegen der Jubiläumsedition nun endlich in gebündelter Form bei. Mit dem Vampir und der Hexe gibt es sogar zwei völlig neue Karten, exklusiv in dieser schicken Box. All diese Spezialkarten bringen zusätzliche Regeln mit, die den Ablauf einer Partie sanft verändern und dem Spiel noch etwas mehr Feuer verleihen. Ihr könnt sie ganz nach euren eigenen Vorstellungen in den Stapel mischen oder auch weglassen, falls sie den typischen Wizard-Flow für euch zu sehr verwässern.
Eine ganz normale Partie Wizard könnt ihr mit der vorliegenden Edition natürlich weiterhin spielen. Ihr habt tatsächlich noch nie Wizard gespielt? Dann ist die Jubiläumsausgabe eine gute Möglichkeit, diese Wissenslücke stilvoll zu schließen. Das Grundprinzip ist heute noch genauso reizvoll wie vor dreißig Jahren. Gespielt wird über mehrere Runden hinweg. Wie viele Runden absolviert werden, hängt von der Zahl der Mitspielenden ab. In jeder neuen Spielrunde erhaltet ihr zudem eine Karte mehr auf die Hand als im vorherigen Durchlauf. Bevor es mit dem Kartenkloppen losgeht, müsst ihr jedoch alle tippen, wie viele Stiche ihr vermutlich sammeln werdet.
Dann geht’s aber endlich los. Die oberste Karte vom Nachziehstapel wird aufgedeckt, wodurch die Trumpffarbe der aktuellen Runde festgelegt wird. Wizard funktioniert wie ein ziemlich klassisches Stichspiel. Jeder spielt reihum eine Karte in die Tischmitte. Liegen alle Karten aus, dann gewinnt die Karte mit dem höchsten Zahlenwert der zuerst gespielten Farbe. Prinzipiell besteht dabei ein Bedienzwang. Lediglich die Wizards und Narren können jederzeit eingesetzt werden, selbst wenn ihr die geforderte Farbe bedienen könntet. Der zuerst gespielte Wizard im Stich gewinnt, während eine Narrenkarte niemals einen Stich kassiert.
Wer nicht bedienen kann, darf eine Karte in einer beliebigen Farbe spielen. Jetzt habt ihr die Chance, die Karten der anderen mit der Trumpffarbe zu überbieten und den Stich nach Hause zu holen. Und das war’s im Wesentlichen auch schon. Punkte gibt es am Ende nur, wenn die Vorhersage richtig war. Für jeden Stich gibt es zehn Punkte, zusätzlich 20 Punkte für die korrekte Voraussage der Stiche. Habt ihr mit eurem Tipp versemmelt, hagelt es hingegen zehn Minuspunkte für jeden Stich, den ihr danebengelegen habt. Die nervige Zettelwirtschaft entfällt. Ihr nehmt euch einfach nur die passenden Punktemarker. So habt ihr auch immer einen guten Überblick über den aktuellen Stand.
Das Basisspiel macht ohne weitere Zusätze viel