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KI-Entwicklung: Tech-Börsen erleben Kurseinbrüche
Nach jüngsten Äußerungen zur KI-Entwicklung fallen Tech-Aktien weltweit. NASDAQ 100, Softbank und Chip-Hersteller verlieren.
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Nach den jüngsten KI-Entwicklungen reagierte die Börse am Montag mit Kurseinbrüchen. Der NASDAQ 100, ein großer Tech-Index der Wall Street, verlor zwischenzeitlich 1,2 Prozentpunkte und sank damit auf ein Sechs-Wochen-Tief. Gegen Abend erholte er sich wieder leicht und hatte zuletzt noch 0,4 Prozent Verlust. Die in Tokio notierten Aktien von SoftBank, das einen Anteil von 13 Prozent an OpenAI hält, brachen um mehr als 13 Prozent ein, bevor sie den Handelstag bei 5.839 Yen (37,80 US-Dollar) beendeten – ein Rückgang von mehr als 10,7 Prozent gegenüber dem Schlusskurs der vergangenen Woche.
Reuters gibt einen noch ausführlicheren Überblick über die Zahlen: Der Philadelphia-Chip-Index (.SOX) gab um 5,2 Prozent nach, Nvidia (NVDA.O) um 3 Prozent. Advanced Micro Devices (AMD.O) sank um 4,5 Prozent und Micron (MU.O) um 5,4 Prozent. Die Halbleiterausrüster Lam Research (LRCX.O), Applied Materials (AMAT.O) und der Technologieversorger Bloom Energy (BE.N) verloren jeweils mehr als 6 Prozent.
Zu Beginn des Handelstages gab der europäische Technologiesektor um 2,2 Prozent nach, belastet durch den Kursrückgang von ASML um 6 Prozent sowie starken Verlusten bei Infineon und Siemens Energy. In Asien gaben die Chiphersteller TSMC und SK Hynix ebenfalls nach.
Die Kursrückgänge stehen vor dem Hintergrund der Entwicklungen der vergangenen Woche. Erst kündigte der Anthropic-Forscher Jacob Coxon, begleitet von dramatischen Worten auf X darüber, dass Sicherheit bei der Entwicklung von KIs nicht genug Priorität habe und sie uns alle bis zum Ende des Jahrzehnts auslöschen könne. Samstag veröffentlichte der CEO von Anthropic, Dario Amodei, ein Statement, in dem er eine Verlangsamung der KI-Entwicklungen forderte. Die Chefs mehrerer KI-Firmen pflichteten ihm direkt oder indirekt bei. Insiderberichten zufolge spricht man hier wohl schon seit Juli in einer Art Arbeitsgruppe über Selbstverpflichtungen.
Der US-Kongress tagt nun in dieser Sache, Trump hingegen lehnte die Forderung nach KI-Regulierung ab. Die EU fordert, dass die KI-Firmen ihre Modelle in den Griff bekommen sollen. China hält das alles für Panikmache. Kein Wunder also, dass die Märkte nervös reagieren.
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