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Crunch - Der Boss von von Wardogs will keine Entwickler im Team haben, die sich gegen massive Überstunden in der Branche aussprechen
Der Taktik-Shooter Wardogs ist bereits ein Hit auf Steam. Nun schafft es aber auch der Studio-Chef mit seinen Aussagen in die Schlagzeilen.
Die Spielebranche steht immer wieder massiv für Crunch-Kultur in der Kritik. Dahinter verbergen sich exzessive Überstunden, die meist das ganze Unternehmen betreffen und oft vermehrt vor wichtigen Releases stattfinden. Viele Entwickler geben an, dass sie regelmäßig Schritte einleiten, um diese Hochphase der Überstunden einzudämmen oder gänzlich zu vermeiden.
Nicht so Bulkhead, wie der Chef hinter dem Entwicklerteam vom kürzlichen Steam-Hit Wardogs, im Rahmen eines Interviews angab. Für ihn sei klar, dass bei seinem Studio »jeder hart arbeiten müsse«.
Deshalb würden es potenzielle Mitarbeiter, die ein Problem mit Crunch hätten, »oft gar nicht erst durch die Tür schaffen«, so Brammer. Sie passen ihm zufolge schlichtweg nicht ins Team.
Allerdings stellt er auch klar, dass er bewusst auf eine Balance zwischen Crunch und ruhigeren Entwicklungsphasen achte. Das vollständige Interview mit Joe Brammer ist auf YouTube bei The Game Business veröffentlicht worden (via IGN).
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Er verteidigt darin, dass es Phasen gebe, in denen Überstunden an der Tagesordnung stehen, stellt aber auch klar, dass es kein Dauerzustand sei:
In den letzten drei Monaten war Wardogs viel wichtiger als ein Großteil ihres Familienlebens. Das war so, weil sie damit ihr Geld verdienen. Aber jetzt muss Bulkhead einsehen, dass es in die andere Richtung gehen muss. Zum Beispiel drängen uns alle, die Konsolenversion früher herauszubringen. Wir haben gerade gesagt: ›Nein, du verstehst das nicht, so wird das nicht laufen‹. Wir können sie nicht noch mehr unter Druck setzen. Das machen wir nicht. Es wird 2028 erscheinen, wenn wir sagen, dass es erscheinen wird. Für mich geht es also um Ausgewogenheit und darum, den Leuten zu helfen und sicherzustellen, dass sie ein Unternehmen haben, in dem sie sagen können: ›Ich gebe auf‹, ohne das Gefühl zu haben, dass sie gefeuert werden, weil sie aufgeben.
Dennoch sieht sich das Team aktuell vor Herausforderungen gestellt, weil laut Brammer die Mitarbeiter immer älter werden und etwa auch Familien gründen wollen. Ursprünglich habe man 10 Wochen Vaterschaftsurlaub angeboten, das musste aber letztlich gestrichen werden, weil die Partner der Mitarbeiter damit zu kämpfen hatten, wenn die Arbeit für diese wieder regulär losging. Nun löse man die Situation über zwei Wochen Urlaub und die Möglichkeit, danach übergangsweise halbtags zu arbeiten.
Laut Brammer achte man zudem bereits beim Einstellen darauf, dass die zukünftigen Mitarbeiter mit der Studio-Philosophie kompatibel sind und sich nicht aktiv gegen Crunch in der Branche ausgesprochen haben: