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Crazy Taxi World Tour angespielt: Der Multiplayer ist ganz nett, aber wo bleibt das Chaos?
Zwei Modi, sechs Fahrzeuge und jede Menge Tuning, trotzdem bin ich nach dem Netzwerktest noch nicht ganz überzeugt.
Am Wochenende war es endlich so weit: Crazy Taxi World Tour hat im Rahmen eines geschlossenen Netzwerktests zum ersten Mal seinen Multiplayer vorgestellt. Spieler konnten sich also erstmals hinters Steuer setzen und gegeneinander durch die Straßen rasen. Da habe ich mir natürlich gedacht: Ich steige noch einmal ins Taxi, teste meine Skills gegen andere Spieler und schaue mir an, was Sega sich für den Multiplayer eigentlich ausgedacht hat.
Am Ende konnte ich zwei verschiedene Multiplayer-Modi ausprobieren, einen ersten Blick auf das Rangsystem werfen und mich endlich mit den Anpassungsmöglichkeiten für die Fahrzeuge beschäftigen. Ganz überzeugt hat mich der Multiplayer bisher allerdings nicht.
Die erste der beiden verfügbaren Spielvarianten nennt sich Pickup Race und ist, wie der Name schon verrät, im Grunde ein Rennen. Dabei geht es darum, Fahrgäste einzusammeln, sie an ihrem Ziel abzusetzen und anschließend direkt den nächsten Kunden. Wer sich jetzt denkt, dass das bestimmt richtig chaotisch wird und man sich gegenseitig die Kunden vor der Nase wegschnappt: Das war auch meine Hoffnung, aber ich muss euch leider enttäuschen.
Ich hätte es unglaublich witzig gefunden, wenn auf einer Map einfach eine bestimmte Anzahl an Fahrgästen herumsteht und alle Spieler gleichzeitig versuchen, möglichst viele davon einzusammeln. Dann hätte man sich gegenseitig die Kunden wegschnappen können und es wäre wahrscheinlich das komplette Chaos ausgebrochen. Und sind wir mal ehrlich: Genau das will ich doch von Crazy Taxi.
So funktioniert Pickup Race allerdings nicht. Stattdessen ist es wirklich ein klassisches Rennen mit verschiedenen Etappen. Ich sammle meinen ersten Kunden ein, bringe ihn zum Ziel, nehme den nächsten mit und arbeite mich auf diese Weise immer weiter bis zur Ziellinie vor. Und das war leider ziemlich langweilig.
Gespielt wurde auf der Deutschland- beziehungsweise Köln-Map, die ich bereits auf der Gamescom im Einzelspieler ausprobieren durfte. Ich gehe deshalb davon aus, dass im Multiplayer dieselben Maps zum Einsatz kommen, die wir im Story-Modus kennenlernen werden.
Der zweite Modus nennt sich Cops N' Cabbies. Auch dieser Name fasst treffsicher zusammen, was euch hier erwartet: Bullen gegen Taxifahrer. Ein Teil der Spieler befördert Kunden, während die anderen als Polizisten unterwegs sind und ihnen das Leben möglichst schwer machen. In meinen Runden waren vier Spieler als Taxifahrer unterwegs und zwei übernahmen die Rolle der Cops.
Als Fahrer besteht mein Ziel weiterhin darin, möglichst viele Kunden zu bedienen. Gleichzeitig muss ich allerdings verhindern, dass mich die Polizisten komplett auseinandernehmen. Und das meine ich durchaus wörtlich.
Die Cops können schlicht in mein Taxi rasen und versuchen, meinen Wagen so lange zu demolieren, bis er komplett zerstört ist. Passiert das, werde ich sozusagen festgenommen und muss eine kurze Strafzeit in einer kleinen Autozelle verbringen. Besonders lange saß ich dort allerdings nie fest. Ich glaube, nach ungefähr drei Sekunden durfte ich schon wieder raus.