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Renault Scenic E-Tech: Modellpflege bringt mehr Reichweite und Ladetempo
Das Familien-SUV Renault Scenic E-Tech kommt nach der Modellpflege mit höherer Ladeleistung, mehr Reichweite und Google Gemini zu einem konkurrenzfähigen Preis.
Renault hat sein batterieelektrisches Familien-SUV Scenic E-Tech überarbeitet. Die Modellpflegemaßnahmen bringen zwei Batterievarianten, kürzere Ladezeiten an Gleichstrom-Schnellladesäulen und ein erweitertes Digitalpaket mit Google Gemini als KI-Sprachassistent. Als Antrieb bleibt bei beiden Batterievarianten nur noch der kräftigere der beiden bisher erhältlichen Elektromotoren mit 160 kW und 300 Nm im Angebot. Als kombinierten Verbrauch gibt Renault für die zuerst erhältliche Long-Range-Ausführung mit NMC-Zellchemie 16,6 bis 17,3 kWh pro 100 km an.
Waren bislang Traktionsbatterien mit 87 und 60 kWh und Ladeleistungen von 150 respektive 130 kW im Programm, stehen nun zwei modernisierte Akkuoptionen zur Wahl: Eine NMC-Batterie (Nickel-Mangan-Kobalt) mit 89 kWh für bis zu 632 Kilometer WLTP-Reichweite und maximal 150 kW Ladeleistung an Gleichstrom. Sie soll eine Ladedauer von 15 (!) auf 80 Prozent in 28 Minuten erreichen.
Später will Renault eine LFP-Batterie (Lithium-Eisenphosphat) mit 67 kWh anbieten, die laut WLTP bis zu 459 Kilometer ermöglicht und mit bis zu 165 kW in 24 Minuten von 15 auf 80 Prozent ladbar sein soll. Auch in diesem Fall zeigt sich, dass die robustere LFP-Zellchemie höhere Ladeleistungen verkraftet. Auf der französischen Pressewebseite von Renault werden übrigens abweichende Angaben zur WLTP-Reichweite gemacht. Dort ist von 642 und 467 km die Rede.
Insgesamt verspricht Renault rund 25 Prozent kürzere Ladezeiten gegenüber dem bisherigen Modell. Rechnerisch ergibt sich für die große Batterie eine durchschnittliche Ladeleistung von etwa 124 kW im Fenster 15 bis 80 Prozent. Das ist ein Wert auf dem Niveau des Tesla Model Y Long Range. Die LFP-Version kommt rechnerisch auf etwa 109 kW Durchschnittsleistung. Serie ist ein Wechselstromladegerät mit 11 kW, ein 22-kW-Lader kann gegen Aufpreis bestellt werden.
Bei den kompakten Elektro-SUV sortiert sich der Scenic in der oberen Mittelklasse ein: Der VW ID.4 Pro (Test) bietet mit maximal 175 kW und 28 bis 35 Minuten ähnliche Ladedauern. Tesla Model Y (Test) und Hyundai Ioniq 5 (Test) bieten deutlich höhere Ladeleistungen: Der Ioniq 5 kommt dank 800-Volt-Architektur auf bis zu 260 kW, das Model Y auf bis zu 250 kW. Auf die Akkugröße gerechnet ergeben sich so etwas kürzere Ladezeiten. Im Alltag merkt man diesen Unterschied vor allem bei langen Autobahnfahrten mit mehreren Ladestopps.
Wie bereits im Megane E-Tech erreicht die 67-kWh-LFP-Batterie dank Cell-to-Pack-Architektur (C2P) für die 232 Pouch-Zellen eine Packing-Effizienz von 53 Prozent, wie Renault stolz vermeldet. Im Scenic bietet sie der Hersteller nun in einem größeren Fahrzeug mit mehr Platz an; das Auto ist 4,47 Meter lang, bietet 545, bei umgeklappter Rückbank 1670 Liter Kofferraumvolumen und wiegt rund 1900 Kilogramm.
Das Infotainmentsystem OpenR Link hat Renault mit integrierten Google-Funktionen aufgewertet: Neu ist die Option, Google Gemini als KI-Sprachassistenten zu aktivieren, der komplexere und kontextbezogene Anfragen beantworten soll. Google Maps erhält erweiterte Filterfunktionen für Ladestationen nach Anbieter, Ladeleistung oder Zahlungsmethode. Für drei Jahre inkludiert sind monatlich 2 GByte Datenvolumen. Zum kabellosen Laden von Smartphones baut Renault nun ein Qi2-Schnellladegerät ein, das auch MagSafe-kompatibel ist.
Die Assistenzsysteme ergänzt nach der Modellpflege eine „Multi-Target“-Funktion, die mehrere Fahrzeuge gleichzeitig verfolgt und bei dichtem Verkehr ruhiger reagieren soll. Ein neuer „Smart“-Modus im Multi-Sense-System wechselt je nach Fahrstil automatisch zwischen Eco, Comfort und Sport. Der Predictive Eco Driving Assistant nutzt Kartendaten, um den Energieverbrauch laut Renault um bis zu sechs Prozent zu senken.
Mit einem Einstiegspreis von 37.590 Euro positioniert Renault den überarbeiteten Scenic finanziell