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Linux-Desktop Gnome 51: Mehr Geschwindigkeit und Komfort
Der Linux-Desktop Gnome 51 verbessert sichtbar viele Standard-Apps und sorgt für mehr Komfort im Alltag.
Mit Version 51 hat das Entwicklungsteam des Linux-Desktops Gnome zu einem Rundumschlag für sein App-Ökosystem ausgeholt. An vielen Stellen verbessert das Team die Benutzbarkeit, liefert lange gewünschte Features nach und feilt an der Performance. Parallel schreitet der Umbau hin zu den modernen GUI-Komponenten GTK 4 und libadwaita fort.
Der Gnome-Shell und ihrem Compositor Mutter wurden Performance- und alltagspraktische Verbesserungen zuteil; optimiertes Scheduling soll unter Last zu weniger Trägheit führen. Optional kann Gnome jetzt das Touchpad von Notebooks automatisch deaktivieren, sobald User eine Maus anschließen. Versehentliche Betätigungen gehören damit der Vergangenheit an.
Der in Gnome 50 eingeführte Modus für reduzierte Animationseffekte wurde zugunsten der Barrierefreiheit erweitert und wirkt an mehr Stellen wie wichtigen Widgets oder der Shell selbst. Ebenso lässt sich das Screenshot-Tool jetzt vollständig mit der Tastatur steuern. Auch die Remote-Desktop-Anbindung profitiert von höheren Geschwindigkeiten und bietet mehr Authentifizierungsmöglichkeiten an.
Gnomes Anmeldebildschirm unterstützt jetzt eine Auswahl von Loginverfahren, darunter auch webbasierte Anmeldeverfahren – das dürfte hauptsächlich in Unternehmen relevant sein. Passend dazu wurde das Einlesen von Fingerabdrücken zur Anmeldung erneuert. Den längst obsoleten WLAN-Standard WEP hat Gnome entfernt, genauso wie die Schnittstelle EGLStreams für ältere Nvidia-Grafiktreiber; aktuelle Treiber benötigen sie nicht mehr.
Der Gnome-eigene PDF-Betrachter Papers bringt in Version 51 Unterstützung für „visuelle Unterschriften“ mit. Das erlaubt es, händisch Unterschriften in ein kleines Fenster zu zeichnen oder aus einer Bilddatei zu importieren, um diese dann mit zwei Klicks in PDF-Dokumente einzusetzen. Das ist nicht zu verwechseln mit kryptografischen Signaturen, mit denen die Echtheit von PDF-Dokumenten nachgewiesen werden kann – es handelt sich nur um ein Bild einer Unterschrift. Der Dialog dazu ist leider, wie so manches neue Gnome-Feature, erst teilweise auf Deutsch übersetzt.
In Papers kann man jetzt PDF-Dokumente unterschreiben, aber die visuelle Signatur ist nur ein Bild.
Drückt man im Dateimanager Nautilus die Leertaste, während eine Datei ausgewählt ist, öffnet sich die Dateivorschau „Sushi“ – ein oft übersehenes Feature. Für Version 51 wurde Sushi modernisiert und bringt eine neue Oberfläche auf Basis von GTK 4 und libadwaita mit. Nautilus selbst zeigt jetzt besser an, wenn Ordner nicht les- oder schreibbar sind, und blockiert bei einigen langsamen Dateioperationen nicht mehr. Bewegt man beim Drag & Drop mehrere Dateien gleichzeitig, zeigt der Dateimanager deren Anzahl in einer kleinen Textblase an.
Der Bildbetrachter Loupe kann nun mehr Informationen aus den EXIF-Daten eines Bilds ausgeben – zum Beispiel mit welcher Kamera oder welchem Programm es erzeugt wurde oder das genutzte Farbprofil. Gnome Software warnt jetzt bei der Installation von Software, die nicht mehr mit Updates versorgt wird, und informiert genauer über die Berechtigungen, die ein Flatpak-Paket anfordert. Eine praktische Neuerung hält im Gnome-Kalender Einzug: Hinterlegt man in Terminen einen Ort, erscheint ein Button, der diesen in der Maps-App öffnet. Bei Links zu Microsoft-Teams-Meetings erscheint ein „Beitreten“-Button.
Die App Maps, die auf Daten von OpenStreetMap zurückgreift, kann nun Kartenausschnitte offline speichern. Damit orientiert sie sich an Smartphone-Apps wie CoMaps, die so auch auf Reisen mit schlechtem Empfang oder ohne lokale SIM-Karte Orientierung bieten. Leider benötigt Gnome Maps für die Routenplanung weiterhin eine Internetverbindung, nur das Betrachten von Karten ist offline möglich. Die Integration öffentlicher Verkehrsmittel wurde verbessert: So werden nun Abfahrtszeiten und Verspätungen in Echtzeit abgerufen. Außerdem soll die Navigation am Ba