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Wegen Flüchtlingsunterkunft: Dorf in England stimmt symbolisch für Unabhängigkeit
Aus Protest gegen die Unterbringung von Flüchtlingen hat ein englisches Dorf symbolisch dafür gestimmt, aus dem Vereinigten Königreich auszutreten. Unterstütztung bekommt es dabei von der Rechtsaußen-Partei Restore Britain.
Piddington ist ein idyllisches Dörfchen nördlich von Oxford - ein bisschen so, wie man sich das Bilderbuchengland vorstellt. Doch Piddington will nicht mehr Teil von England, Teil des Vereinigten Königreichs, sein. Gestern waren die 350 Bewohner aufgerufen, in einem symbolischen Referendum über ihre Unabhängigkeit abzustimmen.
Susannah Parden, stellvertretende Vorsitzende des Gemeinderats, verkündete das Ergebnis am Morgen: 285 Bürger stimmten für den Austritt aus dem Vereinigten Königreich, 26 dagegen. Wahlbeteiligung: knapp 92 Prozent. Für Parden und die restlichen Anwohner, die sich versammelt hatten, ein voller Erfolg. Piddington sei das Dorf, das sich zur Wehr setze.
Mit ihrer Abstimmung wollten die Anwohner ein Zeichen setzen gegen die Pläne des Innenministeriums, rund 1.250 Asylbewerber auf einem Militärgelände vor den Toren des Dorfes unterzubringen.
Hilfen werden gestrichen, Rückführungen erleichtert. So will die Regierung die Zahl der Flüchtlinge verringern.
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So wirft etwa ein älterer Herr der Labour-Regierung vor: Die Regierung mache sich mitschuldig an den Verbrechen, die diese illegalen Einwanderer bestimmt begehen würden. Das passiere ja schon überall. Und eine andere Anwohnerin meint: Es sei schwierig, wenn so viele Menschen nicht überprüft würden, von denen man nicht wisse, wer sie seien. Und: Da sei das schiere Ausmaß - 1.250 Asylbewerber auf 350 Anwohner.
Wobei nicht klar ist, ob und wann die Menschen tatsächlich in das Dorf kommen würden. In der Nähe befinden sich auch die größeren Städte Bicester und Oxford.
Immer wieder hatten Briten vor Hotels demonstriert, die bislang als schnell verfügbare Unterkünfte genutzt wurden. 2025 gab es eine landesweite Protestwelle, auch Gewalt. Die Labour-Regierung versprach, die Hotelnutzung noch innerhalb dieser Legislaturperiode, also bis voraussichtlich 2029, zu beenden.
Faktenfinder
07.11.2025
In Großbritannien wird die Debatte über die Unterbringung Geflüchteter durch Falschinformationen befeuert.
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