// EUROGAMER.DE — GAMING
Gundam Rogue Orbit angespielt: Die neuen Riesenroboter halten bisher das Versprechen von Tempo und Action
Wir haben Gundam Rogue Orbit auf der Gamescom angespielt. Die rasanten Mecha-Kämpfe und vielseitigen Anpassungen bieten einen starken Einstieg ins Universum.
Gundam Rogue Orbit soll das bevorstehende 50. Jubiläum von Mobile Suit Gundam einleiten. Bandai Namco löst sich dabei ein gutes Stück vom Anime-Stil sowie den nischigen Titeln, die über ein halbes Jahrhundert viele Handlungs- und Zeitstränge angesammelt haben, und entwickelt sein erstes großes klassisches AAA-Action-Game. Ob das gelingt, seht ihr im obigen Video ausführlich, hier folgen die wichtigsten Eindrücke.
Auf der Gamescom durfte ich dieses Projekt erstmal nur hinter verschlossenen Türen spielen: 45 Minuten ging dabei meine Demo mit drei Waffen und zwei Missionen. Hinzu kamen mehr Details zu den Figuren via Präsentation und im Anschluss folgte ein ausführliches Interview mit Produzenten Yuya Tomiyama sowie leitendem Entwickler Yoshiyuki Serizawa. Schon nach der Anspiel-Session steht fest: Sowohl Gunpla-Veteranen als auch Gundam-Neulinge sollten dieses Weltraum-Abenteuer auf dem Schirm haben.
Das Action-Spiel von Bandai Namco feiert das 50. Jubiläum der Mecha-Reihe. Es soll ein eigenständiges Universum mit actiongeladenen Kämpfen, filmreifer Action und umfangreichen Anpassungen des eigenen Mobile Suits bieten. Erscheint am 5. März 2027 für PS5, Xbox Series X/S und PC.
Wie angedeutet, spielt Rogue Orbit tatsächlich in einer neuen, vom Rest der Gundam-Reihe abgetrennten Zeitlinie. Das eigenständige Universum konzipierten die Entwickler bewusst als Einstiegspunkt für eine neue, internationale Zielgruppe. Es scheint weltweit viele Fans zu geben, die bei Gundam in erster Linie an Modellbau (Gunplas) denken, ohne jahrzehntelange Lore-Kenntnisse. So ähnlich geht es mir auch. Durch das kürzlich erschienene Kartenspiel bin ich wieder am Start und ich kenne auch die eine oder andere Gundam-Serie, doch mich durch alle Geschichten zu wühlen, steht nicht sehr weit oben auf meinem Anime-Plan. Ein bisschen machen mir aber die alten Kernfans Sorgen; ob Rogue Orbit auch ihnen genug Tiefe bietet, bleibt vorerst offen.
Gespielt wird RE-X, ein für den Gundam Helix erschaffener Pilot. Ja, er ist ein Mensch, doch kein gewöhnlicher. Da scheint noch mehr hinterzustecken. Nachdem RE-X drei Jahre lang bewusstlos durchs Universum treibt, wird er als Verstärkung in den Kampf gegen eine gewaltige Bedrohung einberufen. Keine Zeit für Erklärungen, STEIG IN DEN VERDAMMTEN ROBOTER, SHINJI! Die Gefahr ist dabei keine geringere als die Apokalypse selbst. Doch alleine ist RE-X nicht. Im Kampf gegen "The Apocalypse" treffen wir auf eine bunte Truppe – Sofia, Elaine und Big Paul scheinen weitere Piloten zu sein, April arbeitet im Back-Office und Serien-Maskottchen VII schwebt immer an der Seite unseres Protagonisten.
Die Level sind schlicht missionsbasiert, ich nehme an, in der vollen Version wird man zwischen diesen Missionen die Geschichte in Filmsequenzen erleben. Davon haben wir noch nichts gesehen, ist also reine Spekulation. Uns wurde allerdings eine gigantische Menge an Anpassungsmöglichkeiten versprochen, sowohl optisch als auch mechanisch: Die einzelnen Gundam-Teile sollen sich stark auf die Kämpfe auswirken. Einen kleinen Vorgeschmack boten mir dafür bereits die drei verfügbaren Waffenklassen.
Im Cockpit musste ich mich erstmal an das Movement des mechanischen Anzugs gewöhnen: Anfangs wirkte die Steuerung eher träge, denn ohne den Boost-Dash, der gleichzeitig als Ausweichmanöver dient, trampelte mein Mobile Suit nur sehr langsam über das Schlachtfeld. Diese Eingewöhnungsphase vernünftig zu meistern, zahlt sich dennoch aus, denn im Nahkampf teilt man ordentlich Schaden aus. Der Wechsel zwischen Boden- und Luftkombos macht dabei besonders viel Laune.
Die Welt, in der Gundam Rogue Orbit spielt ist nicht mehr mit den alten Zeitlinien verknüpft. Allerdings erzählt der kommende Anime "Mobile Suit Gundam RG XARX-ZERO" auch die Geschichte des gleichen Universums. Daran beteiligt sind zwei beka