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Speicherpreise im Check: +370 %, +134 %, +129 % nach einem Jahr
Die globale Speicherkrise hält weiter an. Im Monatsrhythmus blickt ComputerBase auf die Preisentwicklung bei RAM, HDDs und SSDs. Die Vergleichsbasis aus dem vergangenen September ist nun genau ein Jahr her und die Bilanz trübt die Aussichten mit abermals neuen Preisrekorden.
Das nachfolgende Diagramm veranschaulicht den aktuellen Trend und zeigt das Preisniveau von RAM, HDD und SSD in Form der prozentualen Steigerung gegenüber dem Ausgangspunkt von Mitte September 2025. Mit steilem Anstieg wurde beim RAM ein neuer Höchstwert erreicht und auch bei HDDs und SSDs ging es weiter hinauf, wenn auch deutlich gemächlicher.
Marktforscher gehen davon aus, dass im 3. Quartal insbesondere die Preise für Consumer-DRAM stark anziehen werden, da die Hersteller ihr Angebot zugunsten von Server-Produkten eingeschränkt haben. Passend zu dieser Meldung haben die Speicherkits neue Höchstpreise erreicht und sind nun satte 370 Prozent teurer als vor einem Jahr.
Im Zuge der Preissteigerungen bei Speicher hat Apple die Preise für alte iPhone-Modelle deutlich angehoben. Neue Modelle verteuern sich ebenso: Der neue Mac Mini mit M6-Chip kostet ganze 50 Prozent mehr als sein Vorgänger.
Während auch chinesische Speicherhersteller von den hohen Preisen profitieren und im Zuge des Booms etablierte Konkurrenten bald sogar überflügeln wollen, präsentierte Kioxia mit dem CXL Memory Module ein Produkt, das DRAM in Servern zumindest teilweise ersetzen könnte.
Weitere Meldungen zur Speicherkrise können auf der Themenseite „RAMageddon“ gelesen werden.
Jeweils ein Dutzend der Mitte Oktober 2025 populärsten (nach Aufrufen) Speicherprodukte im Preisvergleich sind die Basis für die Studie zur Preisentwicklung von RAM, HDD und SSD im Online-Handel. Der Überblick zeigt die Teuerung jedes Produkts in Prozent und liefert abschließend einen Durchschnittswert.
Neuerdings ist die Liste der Händler im Preisvergleich bei manchem Produkt voll von kleineren, unbekannten eBay-Händlern. Hier drängt sich die Vermutung auf, dass sich diese erst im Zuge der Speicherkrise eingedeckt haben, um aus den weiter steigenden Preisen Profit zu schlagen – „Scalper“ werden solche Akteure umgangssprachlich genannt.
Die eBay-Verkäufer bieten die Kits teils erheblich günstiger als renommierte Online-Shops an. Da aber ein gewisses Risiko besteht, nicht die gewünschte Ware zu erhalten und solche Angebote den allgemeinen Preistrend verfälschen, werden eBay-Angebote nicht bei der Analyse berücksichtigt. Das gilt auch für Marketplace-Angebote bei Amazon.