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Wie gut ist Control: Resonant?: Remedy-Magie lässt alles fremd werden
Remedy ist zurück und liefert mit Control: Resonant das, was man erwarten durfte: Ein Arthouse-Produkt gewohnter Qualität. Das ist jedoch nicht bei jedem gleichermaßen ein Hit, verraten Tests, aber immer ein Erlebnis. Denn Remedy macht Schauplatz und Spiel erfolgreich zur Fremde.
In einem Punkt sind sich Tester einig: Remedy erschafft eine tolle verzerrte Version von Manhattan. Sie überrascht immer wieder, eine Mischung aus „atemberaubend unbegreiflich“ und einer Vertrautheit, formuliert PC Gamer. Und sie zwingt, die Welt offen zu betrachten, sie zu erkunden. Das Studio spielt dabei nicht nur mit Perspektiven, sondern auch mit Erwartungen. Es zwingt zum Nachdenken und sei voller „magischer Momente“ und Absurdität, heißt es in der deutschen Ausgabe von Eurogamer. Besonders deutlich wird das bei GamePro: Resonant sei „Liebe auf den zweiten oder dritten Blick“, man müsse sich darauf einlassen.
Originelles produziere Remedy mechanisch zwar nicht, aber etwas gut Verzahntes, schreibt Eurogamer weiter. Für die englische Eurogamer-Variante verzettelt sich das Spiel allerdings im Gamedesign, es wolle zu viel auf einmal sein und verliere den Fokus. Die meisten Tests loben das Gamedesign allerdings. Ausgenommen ist der Hack'n'Slash-Kampf. Das Draufhauen an sich hat zwar Tiefe, es wiederholt sich allerdings häufig, spätestens gegen Ende wirkt dann das gesamte Spiel gestreckt, schreibt beispielsweise The Sixth Axis. Einige Tester stolpern zudem über die Notwendigkeit, das Charakterlevel auf das der Gegner zu bringen und dadurch zu Nebenmissionen gezwungen zu werden – auch wenn sie hervorragende Unterhaltung bieten.
Technisch bringt Remedy ein solides, mal gut, mal weniger gut aussehendes Produkt an den Start. ComputerBase-Benchmarks zeigen auf, dass Bildraten ordentlich sind, das Frame Pacing aber noch etwas optimiert werden darf.
Control: Resonant ist also ein Spiel, das man für das Erlebnis und die Show kauft, nicht so sehr für seine Kämpfe, auf das man sich – Stichwort Kunst – ein wenig auch einlassen muss. Unabhängig von der Beurteilung des Kampfsystems und repetitiver Elemente ist es diese Eigenheit, die „Remedy-Magie“, die in jedem Fall für Unterhaltung sorgt. Sie sorgt für frischen Wind. Denn auch darin sind sich alle einig: Gut, dass es solche Spiele im AAA-Bereich noch gibt.