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Klinik-Planung: DaphOS siegt bei KH-IT-Start-up-Pitch
DaphOS überzeugte beim Start-up-Pitch auf der Krankenhaus-IT-Tagung mit einer Plattform für Personal- und Bettenplanung in Krankenhäusern.
Sarah Peuling, deren Start-up DaphOS einen Preis gewonnen hat, und Lars Forchheim vom KH-IT-Verband.
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Wie viele Pflegekräfte werden auf einer Station benötigt? Wann drohen Engpässe bei Betten oder Personal? Solche Fragen soll die KI-Plattform von DaphOS beantworten können. Mit diesem Ansatz gewann das österreichische Healthtech-Unternehmen den Start-up-Pitch der KH-IT-Herbsttagung. Das aus Österreich stammende Healthtech-Unternehmen entwickelt eine Plattform, die Krankenhäuser bei Personal-, Betten- und Ressourcenplanung unterstützen soll.
Vorgestellt wurde die Lösung von Sarah Peuling. Sie zeigte, wie DaphOS Daten vor allem aus Personalmanagement- und Krankenhausinformationssystemen sowie weiteren Quellen zusammenführt, um daraus Prognosen abzuleiten. Mit der Software sollen Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Sozial- und kommunale Träger kurz- und langfristige Engpässe beim Personal- und Bettenmanagement besser erkennen und ihre Planung vorausschauender gestalten können. Nach Darstellung des Unternehmens können zusätzlich externe Umgebungsdaten einfließen, etwa Wettervorhersagen, Pollen- und Feinstaubbelastung sowie saisonale Effekte. Ob diese Faktoren im einzelnen Haus einen relevanten Zusatznutzen liefern, müsste sich in der Praxis zeigen.
„Die Daten sind meistens eigentlich da. Die Herausforderung ist, genau diese zu verknüpfen, in Zusammenhang miteinander zu stellen“, sagte Peuling beim Pitch. DaphOS setzt dabei vor allem auf Prognosemodelle, die etwa erwartete Patientenaufnahmen, Bettenbelegungen und den daraus resultierenden Personalbedarf berechnen sollen.
Die Plattform besteht nach Unternehmensangaben aus einem zentralen Data Warehouse, in dem Daten vereinheitlicht und aufbereitet werden, sowie einem Bereich für organisationsspezifisch trainierte Modelle. Derzeit läuft außerdem eine ISO-27001-Zertifizierung. Das Unternehmen spricht zudem von Benchmarking mit Referenzdaten anderer Gesundheitseinrichtungen.
Die Anwendung für die Dienstplanung soll bestehende Systeme ergänzen und erstellt automatisierte Planungsvorschläge und künftig Anzeigen, ob die eingeplante Besetzung zum erwarteten Bedarf der kommenden Tage passt. Bei kurzfristigen Ausfällen sollen Verantwortliche Hinweise erhalten, ob eine Nachbesetzung nötig ist und welche Mitarbeitenden dafür infrage kommen. Derzeit arbeite das Start-up an einer Standalone-Version, sagte Peuling gegenüber heise online. In Zukunft soll diese über eine API in bestehende Systeme integriert werden und mit einer Personalampel anzeigen, wie viel Bedarf besteht. Gleichzeitig laufe eine wissenschaftliche Evaluation der Software.
Neben der Dienstplanung präsentierte Peuling ein Modul für das Bettenmanagement, das laut Pitch im August in einer österreichischen Privatklinik live gegangen sei. Die modular aufgebaute Plattform soll Risiken wie Personalengpässe frühzeitig sichtbar machen und Handlungsempfehlungen für operative wie strategische Entscheidungen liefern. Als weitere mögliche Module nennt DaphOS Kompetenzmanagement, Prozessoptimierung, Demografieprognosen, die Identifizierung von Aufwandstreibern und Einsatzplanung.
Ein ähnliches, aber datenhungrigeres Angebot kommt auch von Streamedics; von dem Joint-Venture Folivora Solutions. Julio Schneider vom Bodensee-Institut und Dr. Maximilian Roth stellten vor, wie sie klinisches Prozesswissen mit digitalen Zwillingen, Prognosemodellen und Optimierungsalgorithmen zusammenbringen wollen. Krankenhäuser sollen damit unter anderem Bettenbelegung, Personalplanung, OP-Steuerung, Logistik und Energieversorgung datenbasiert planen und steuern können. Folivora bringt dafür Erfahrungen aus der Modellierung und Echtzeitoptimierung komplexer Energie- und Materialflüs