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Das CrowPanel Advanced 10.1" ESP32-P4 als Smart Home Wetter-Display
Das CrowPanel ist sowohl ein eigenes ESP32-System als auch ein Panel. Damit können Hobbyisten und Profis mit wenig Aufwand neue Ideen entwerfen und umsetzen.
Stellen Sie sich vor, Sie betreten morgens die Küche, schauen auf ein elegantes 10,1-Zoll-Display und wissen sofort: Heute gibt es Regen, die Temperatur liegt bei 14 °C, die Luft ist gut, der Wind kommt aus Südwest – und laut Kamera ist im Eingangsbereich draußen alles ruhig. Kein Griff zum Handy, kein Browser-Tab, kein Alexa-Gemurmel. Einfach pure Information, schön aufbereitet, auf einem Display, das Sie selbst programmiert haben. Genau diese Art von Anwendung erstellt der vorliegende Artikel. Das CrowPanel Advanced 10.1" von Elecrow macht es spielend einfach – spielend deshalb, weil Anwender danach verstehen, was sie früher alles unnötig kompliziert machen mussten.
Das CrowPanel Advanced 10.1" ESP32-P4 HMI AI Display ist kein gewöhnliches Bastel-Display. Es handelt sich vielmehr um ein vollständiges Computersystem im Displayformat – und zwar ein ernst zu nehmendes.
Prof. Dr. Michael Stal arbeitet seit 1991 bei Siemens Technology. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen Softwarearchitekturen für große komplexe Systeme (Verteilte Systeme, Cloud Computing, IIoT), Eingebettte Systeme und Künstliche Intelligenz.
Er berät Geschäftsbereiche in Softwarearchitekturfragen und ist für die Architekturausbildung der Senior-Software-Architekten bei Siemens verantwortlich.
Im Zentrum steht der ESP32-P4 von Espressif: ein Dual-Core-RISC-V-Prozessor mit bis zu 400 MHz, 32 MByte OPI-PSRAM und 16 MByte Flash. Das ist deutlich mehr Rechenleistung als die meisten Embedded-Displays bieten und auch ausreichend, um Firmware für das Panel mit integrierten lokalen LLM-Modellen auszustatten.
Der offizielle Preis des Produkts beträgt 99,99 Euro, ich habe es aber schon günstiger gesehen.
Oben: Das Panel in Aktion. Unten links: Die Rückseite mit den Schnittstellen. Unten rechts: Die mitgelieferten Funkmodule, unter anderem für Wifi.
Das 10,1-Zoll-IPS-Panel mit 1024 × 600 Pixeln und kapazitivem Multi-Touch (GT911-Controller) ist scharf, blickwinkelstabil und hell genug für den Alltag. Dazu kommen ein MIPI-CSI-Kameraanschluss, I2S-Audio für externe Lautsprecher, eine microSD-Karte, USB-Typ-C und – das ist wichtig zu verstehen – kein eingebautes Wi-Fi im ESP32-P4 selbst. Stattdessen sitzt auf dem Board ein ESP32-C6 als Wi-Fi/Bluetooth-Koprozessor, der über eine interne Verbindung mit dem P4 kommuniziert. Für den Programmierer ist das vollständig transparent: Die gewohnte WiFi.h-Bibliothek funktioniert wie immer.
Warum kein Wi-Fi im P4? Espressif hat den ESP32-P4 als reinen Hochleistungs-Applikationsprozessor konzipiert – ohne Funk, dafür mit mehr Rechenleistung und Speicher. Die Funkanbindung übernimmt ein separater, mitgelieferter Chip. Das ist ein bewusster Architekturentscheid, keine Sparmaßnahme.
Und dann sind da noch die Erweiterungsmodule: Wi-Fi HaLow (802.11ah, Sub-GHz-Band) für große Reichweiten und Meshtastic über LoRa für komplett netzunabhängige Kommunikation sowie das ESP32-Modul ESP32-H2. Das macht das CrowPanel zu einem vielseitigen Embedded-Display-System.