// HEISE ONLINE — MONDO
Mistral wird KI-Anbieter für Firefox Smart Window
Mozillas KI-Assistent Smart Window nutzt nun Mistral-Modelle. Deutschland soll noch 2026 folgen. Beide Partner versprechen Null-Datenaufbewahrung.
This article is also available in
English.
It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.
Zwei Unternehmen, die sich selbst als Open-Source-Verfechter bezeichnen, tun sich zusammen: Das französische KI-Unternehmen Mistral und die Firefox-Entwickler von Mozilla haben eine Partnerschaft für den KI-gestützten Browser-Assistenten Smart Window vereinbart. Wie Mistral in seinem Blog mitteilte, kommt das Modell Mistral Small 4 als KI-Backend für Firefox Smart Window – zunächst in der Betaversion.
Smart Window ist ein KI-gestütztes Browserfenster von Mozilla. Es soll nicht nur KI-Antworten auf Suchanfragen generieren, sondern den Nutzer proaktiv an Inhalte erinnern, die es als „wichtig“ einstuft, und Informationen auf Grundlage der geöffneten Browser-Tabs zusammenzutragen.
Für dieses Fenster soll jetzt das Mistral-Modell Small 4 auswählbar sein. (Laut dem Preview sogar mit einer „Empfohlen“-Kennzeichnung.) Diese Kooperation könnte laut der Pressemitteilung der beiden Unternehmen vor allem unter Datenschutz-Gesichtspunkten interessant sein. Gespräche mit Smart Window werden bereits standardmäßig nicht auf den Servern von Mozilla gespeichert. Der KI-Partner Mistral verpflichtet sich zusätzlich zu einer Speicherung von Nutzerdaten auf null Tage („Zero Data Retention“). Unklar ist allerdings, ob die Nutzerdaten zwischendurch während der Verarbeitung über Nicht-EU-Server laufen. Prinzipiell hat Mistral europäische Server, nutzt aber auch unter anderem amerikanische Rechenzentren.
Zunächst steht die Integration Nutzern in den USA, Kanada und Frankreich zur Verfügung. Großbritannien und Deutschland sollen im Laufe des Jahres folgen.
Mistral steht aktuell an einem interessanten Punkt: Das Unternehmen sammelte einerseits erst kürzlich drei Milliarden Euro in einer Serie-D-Runde ein und kam auf eine Bewertung von über 21 Milliarden Euro. Andererseits hat es Anfang August angekündigt, jetzt auch fremde Modelle auf seiner Plattform zuzulassen, und baut seine Position als Rechenzentrumsbetreiber aus.
Keine News verpassen! Jeden Morgen der frische Nachrichtenüberblick von heise online
Ausführliche Informationen zum Versandverfahren und zu Ihren
Widerrufsmöglichkeiten erhalten Sie in unserer
Datenschutzerklärung.
Immer informiert bleiben: Klicken Sie auf das Plus-Symbol an einem Thema, um diesem zu folgen. Wir zeigen Ihnen alle neuen Inhalte zu Ihren Themen.
Mehr erfahren.