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EA Sports FC 27 im Test: The Grounds ist ein großes Fußballdorf – und leider etwas Pay-to-win
Ich dachte, der neue Modus wäre nur eine große Lobby. Dann habe ich trotz Echtgeld-Anreiz stundenlang nichts anderes gemacht!
The Grounds hat mich überrascht. Im Vorfeld dachte ich nämlich: ‚Logisch! EA bietet seinen Spielern eine Online-Lobby an, wie man sie aus anderen Spielen kennt. Man entwickelt seinen Charakter, zockt Minispiele, bereitet sich auf das nächste Match vor oder hängt einfach nur mit Freunden ab.‘ Doch inzwischen nehme ich The Grounds tatsächlich als den spielerischen Mittelpunkt von FC 27 wahr.
Warum? Weil es verdammt viel Spaß macht, durch diese kleine offene Welt zu joggen, um sich in einem der Minispiele zu verlieren, ein bisschen über Fußball zu lernen und natürlich reguläre Partien auszutragen – nicht als Lenker ganzer Teams, sondern als selbst erstellter, einzelner Charakter, mit dem man Zwei-gegen-Zwei, Drei-gegen-Drei, Fünf-gegen-Fünf sowie auch auf fester Position im Elf-gegen-Elf kickt.
Die anderen bekannten Modi (Ultimate Team, Manager, Saisons und so weiter) sind wie gehabt über das Hauptmenü zu erreichen. The Grounds ersetzt dort lediglich den Club-Modus und integriert ihn in seine eigene neue Welt. Denn wer The Grounds ansteuert, landet eben in diesem... ich nenne es mal Fußballdorf, dessen drei überschaubar große Viertel thematisch an Argentinien, Großbritannien sowie Frankreich erinnern und wo man über kurze Infotexte ein wenig Fußballgeschichte aufschnappt. Bis zu einhundert Spieler tummeln sich da, um miteinander abzuhängen und zu kicken.
The Grounds ist im Grunde das neue Zuhause für Clubs. Diesen Menüpunkt gibt es im Hauptmenü deshalb nicht mehr. Stattdessen erreicht man sowohl das Clubhaus als auch sämtliche Aktivitäten der eigenen Mannschaft in dem virtuellen Fußballviertel – sowie etwa ein Dutzend weiterer Aktivitäten zum Erspielen von Belohnungen oder um Zeit mit Freunden zu verbringen.
Gut, diese grünen „Tontauben“, die man für ein paar Erfahrungspunkte aus dem Bild ballern kann, hätte ich da nicht gebraucht. Auf den zahlreichen Fußballplätzen verbringe ich allerdings viel mehr Zeit, als ich gedacht hatte. Die wenigsten davon sind ja reguläre Sportstätten. Es handelt sich vielmehr um die einfachen, oft von Mauern oder Zäunen eingegrenzten Rechtecke, auf denen viele Stars ihre ersten Schritte gemacht haben.
Entsprechend trifft man dort Kylian Mbappe, Paulo Dybala und Chloe Kelly, die euch als Mentoren durch eine Reihe an Herausforderungen führen. Auch Alex Hunter ist als erzählerische Stütze dabei. Ihr wisst schon: der Protagonist des früheren Storymodus‘, als EA Sports FC noch einen Namen hatte, den man ohne orale Verrenkungen über die Lippen bekam.
Erwartet in Ausgabe 27 aber keinen solchen Storymodus! Man trifft die Mentoren nur alle paar Stunden mal für eine kurze Unterhaltung, bei der man gelegentlich immerhin die Wahl zwischen mehreren Antwortmöglichkeiten hat, während die von ihnen gestellten Aufgaben lediglich Teile einer Stichpunktliste sind, die man in mehr oder weniger beliebiger Reihenfolge abarbeitet.
Dazu zählt so ziemlich alles, was The Grounds zu bieten hat: saisonale Minispiele (das Treffen markierter Ziele im Wettlauf mit zwei Kontrahenten oder das Dribbeln durch einen Hindernisparcours) sowie reguläre Partien Zwei-gegen-Zwei oder der vor zwei Jahren eingeführte Rush-Modus – im Grunde alles, was es abseits des regulären Fußballspiels zu tun gibt.
Und in einigen dieser Spielvarianten habe ich Stunden verbracht! Gerade das Zwei-gegen-Zwei hat es mir angetan. Wobei es nicht nur das reguläre Duell gibt, sondern noch eine Variante, bei der sich alle paar Sekunden die Bedingungen ändern, unter denen ein Tor überhaupt gezählt wird. Mal muss man vorher dreimal passen, mal soll der Ball unmittelbar vorher von der Bande abprallen, ein andermal zählen Tore nur, wenn sie von markierten Positionen aus erzielt werden und so weiter. Man stellt sich einfach an den Rand, schon beginnt die Spielersuche und ein paar Sekunden später steht man aufm Platz. Wenn man nach einem Tre