// TAGESSCHAU WIRTSCHAFT — FINANZA
Dieselpreis auf neuem Allzeithoch
Am zweiten Tag in Folge hat der Preis für Diesel ein neues Rekordhoch erreicht. Im Schnitt kostete der Liter zuletzt 2,471 Euro, so eine Auswertung des ADAC. Beim Benzinpreis ging es dagegen leicht nach unten.
Der Preis für Diesel an den deutschen Tankstellen hat gestern einen neuen Höchststand erreicht. Nach Zahlen des ADAC kostete der Liter im bundesweiten Durchschnitt 2,471 Euro. Es war das zweite Tageshoch in Folge. Denn bereits am Mittwoch hatte der Dieselpreis mit durchschnittlich 2,453 Euro pro Liter den vorherigen Rekord gebrochen.
Auch die Echtzeit-Auswertung des SWR-Datenteams ermittelte zuletzt neue Höchststände. Am Freitagvormittag lag der mittlere Preis für den Liter Diesel bei 2,45 Euro. Die Datenanalyse umfasst alle Kraftstoffpreise der 15.000 deutschen Tankstellen um 10 Uhr.
Minimale Entspannung an den Zapfsäulen gab es dagegen beim Benzin. Laut ADAC sank der Preis für Super-Benzin der Sorte E10 am Donnerstag leicht auf im Schnitt 2,308 Euro pro Liter. Am Mittwoch hatte das Benzin noch durchschnittlich 2,314 Euro pro Liter gekostet.
Ob Öl-Industrie oder Staat profitieren, hängt von der Kraftstoffsorte ab.
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Hintergrund der hohen Spritpreise ist die militärische Eskalation in Nahost und am Persischen Golf. Seit der Sperrung der Straße von Hormus ist bereits seit längerer Zeit weniger Rohöl auf dem Weltmarkt. Die Spannungen rund um die Meerenge Bab al-Mandab vor der Küste des Jemen haben die Situation nochmals verschärft.
Hinzu kommt, dass zahlreiche Energieanlagen durch Angriffe beschädigt wurden. Betroffen sind Förderstätten und Raffinerien in den Golfstaaten.
Wo sich die hohen Öl- und Gaspreise besonders auswirken und was Verbraucher dagegen tun können.
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In Deutschland läuft deshalb eine Debatte über Entlastungen für die Verbraucherinnen und Verbraucher. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte bereits "baldige Hilfe" zugesagt. Aktuell wird in der Bundesregierung noch über den richtigen Weg diskutiert.
Die SPD fordert einen Preisdeckel, der vom Bundeswirtschaftsministerium umgesetzt werden müsste. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will die Spritpreise lieber per Steuerrabatt senken. Zudem schlägt sie Direktzahlungen an Geringverdiener vor.