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Was ist über das mögliche Grönland-Abkommen bekannt?
Im Streit um US-Ansprüche auf Grönland scheint sich eine Einigung zwischen den USA, Dänemark und Grönland abzuzeichnen - in Form eines gemeinsamen Abkommens. Was darüber bekannt ist - und worin die Brisanz im Streit um die Insel liegt.
Grönland soll Teil der USA werden - auf diesen Plan hatte US-Präsident Donald Trump seit Ende 2025 wiederholt und in immer schärferem Ton gedrängt. Trotz vehementen Widerstands aus Grönland, Dänemark und der EU.
Doch nun könnte ein gemeinsames Abkommen zwischen den USA, der dänischen und der grönländischen Regierung einen Schlussstrich unter den Streit ziehen. Ein Überblick über die bislang bekannten Punkte der Vereinbarung und ein Rückblick auf den Konflikt, der sich auch für die NATO und das Verhältnis der EU zu den USA zur Belastungsprobe entwickelt hatte.
Über konkrete Inhalte der Vereinbarung ist bislang recht wenig bekannt. Vor allem Dänemark und Grönland äußerten sich bisher zurückhaltend zur Ausgestaltung eines möglichen Abkommens.
US-Präsident Donald Trump verkündete hingegen auf seinem Nachrichtendienst Truth Social bereits, den USA werde mit dem Abkommen "die dauerhafte Kontrolle über die Sicherheit und alle anderen Belange in Grönland gewährt". Die USA dürften fortan tun, was immer nötig sei, um die Insel zu verteidigen. Zudem dürften "Feinde" der USA künftig keine militärischen Stützpunkte mehr auf Grönland errichten, wenn die US-Regierung dies nicht ausdrücklich genehmigt habe. Auch "sensible Investitionen" in Grönland sollen laut Trump die Genehmigung durch sein Land erfordern. Was genau zu solchen Investitionen zählt, ließ der US-Präsident offen.
All diese Aussagen Trumps sind bisher weder von der dänischen, noch von der grönländischen Regierung bestätigt. In einer gemeinsamen Mitteilung zeigte sich Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen zunächst allgemein überzeugt, dass das Abkommen "unsere gemeinsame Sicherheit in der Arktis und im Nordatlantik stärkt und deshalb auch gut für die NATO und Europa ist". Auch der dänische Außenminister Lars Løkke äußerte die Hoffnung, dass mit dem Abkommen eine langanhaltende Unsicherheit endlich beendet werden könnte.
Frederiksen betonte, mit der geplanten Vereinbarung werde die Souveränität und territoriale Integrität des dänischen Königreichs und das Recht des grönländischen Volks auf Selbstbestimmung anerkannt. Diesen Punkt, auf den sowohl Dänemark als auch Grönland während des Streits mit den USA immer wieder gedrängt hatten, rückte auch der grönländische Regierungschef Jens-Frederik Nielsen in den Fokus. "Das Abkommen erkennt Grönlands Interessen und unseren Platz in der internationalen Zusammenarbeit an. Es nützt uns allen", schrieb er beim Kurznachrichtendienst X.
Mit seinen Forderungen und Drohungen in Bezug auf Grönland sorgte US-Präsident Trump für Spannungen in der NATO.
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Auch hier unterscheiden sich die Sichtweisen. Laut Trump ist die Vereinbarung bereits besiegelt. Dänemark hingegen stellte in Aussicht, dass das Abkommen erst im Rahmen der UN-Generalversammlung in der kommenden Woche unterzeichnet werden solle. Und danach müsse es zudem noch vom dänischen Parlament abgesegnet werden. Erst dann könne es in Kraft treten.
Neu ist der Streit um die Insel nicht. Schon während seiner ersten Amtszeit als US-Präsident äußerte Trump die Idee, Grönland kaufen zu wollen. Ende des vergangenen Jahres erneuerte Trump seine Gebietsansprüche auf Grönland und erhöhte dabei den Druck. Notfalls würden die USA ihren Anspruch auch militärisch durchsetzen.