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Wie sich Lokaljournalismus weiterentwickelt
Klicks, neue Kanäle, Künstliche Intelligenz: Der Lokaljournalismus befindet sich im Wandel. Wie Zeitungen mit den Herausforderungen umgehen, zeigt eine Redaktion des Böblinger Boten. Wie kann sie sich behaupten?
Jan-Philipp Schlecht ist Lokaljournalist aus Überzeugung - in seinem Fall heißt das, er berichtet aus Böblingen und Umgebung. Bei der Kreiszeitung Böblinger Bote ist er Reporter und Redaktionsleiter in einem, leitet also gleichzeitig die Redaktion und geht auf Termine vor Ort, um darüber zu schreiben.
In einer Ausgabe, die vor Schlecht liegt, geht es um den Schulanfang in Baden-Württemberg genauso wie um ein Fest in einem nahegelegenen Dorf. Schlecht zeigt auf das Titelbild, auf dem feiernde Menschen zu sehen sind und sagt: "Das ist natürlich so ein klassischer Lokaltermin, da war der ganze Ort auf den Beinen."
mittendrin
20.10.2024
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Informationen und Termineinladungen für seine Arbeit bekommt Jan-Philipp Schlecht oft per Mail - direkt von Stadt oder Gemeinden, Vereinen oder Initiativen. Ohne Kontakte vor Ort wäre sein Job fast gar nicht möglich, schildert er: "Das ist ganz, ganz wichtig, dass man in diesen lokalen Communities einfach drin ist und von denen Informationen kriegt."
Die Themensetzung habe sich etwas verändert in den vergangenen Jahren - sei heute mehr an Klickzahlen orientiert. Denn ein Teil der Arbeit der Zeitung spielt sich mittlerweile online ab.
Gerade hier brauche man Relevanz. Für Schlecht heißt das: Themen, die viele Menschen betreffen. Schlecht erinnert sich: "Früher hat man eher nach den Tagesordnungen in den Gemeinderäten gearbeitet, war da sehr nah dran am politischen Lokalgeschehen." Das sei auch gut. Heute müsse die Redaktion aber mehr Themen in den Blick nehmen, die viele Menschen direkt im Alltag berühren.
Jan-Philipp Schlecht ist auch als Reporter in Böblingen unterwegs.
Ob die Redaktion das zuletzt geschafft hat, zeigt sich in der Redaktionssitzung: Während alle Redaktionsmitglieder im Kreis sitzen und auf die Graphen auf dem Bildschirm schauen, erklärt der Redaktionsleiter: Die Klickzahlen seien zuletzt nicht so erfreulich gewesen wie erhofft - "leider unterdurchschnittlich".