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Mecklenburg-Vorpommern: Wer könnte nach der Wahl regieren?
Die Zuspitzung im Wahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern zwischen SPD und AfD droht die kleineren Parteien zu zerreiben. Doch von diesen hängt ab, wie einfach oder kompliziert die Regierungsbildung wird.
Es könnte alles ganz schnell gehen. Wenn der Wähler es will. Nach den jüngsten Vorwahlumfragen für Mecklenburg-Vorpommern würde die AfD als stärkste Partei aus der Wahl am 20. September hervorgehen, aber weiter entfernt bleiben von der absoluten Mehrheit als ihre Schwesterpartei in Sachsen-Anhalt zwei Wochen zuvor.
Mit einem Ergebnis unter 40 Prozent wäre die AfD auf einen Koalitionspartner angewiesen, doch den gibt es nach den Umfragen nicht.
Legt man den Querschnitt der jüngsten Wählerbefragungen verschiedener Institute zugrunde, dann würden es die Grünen knapp über die Fünf-Prozent-Hürde schaffen und wieder im Landtag vertreten sein. Das BSW verharrt dagegen bei vier Prozent und wäre draußen.
Manuela Schwesig hätte mit ihrer SPD zwei potenzielle Partner für eine linke Koalition, selbst wenn sie als zweite über die Ziellinie ginge. Allerdings fremdeln SPD und BSW miteinander. BSW-Spitzenkandidat Peter Schabbel hatte sich schon festgelegt: Seine Partei würde weder Schwesig noch Holm zum Ministerpräsidentenamt verhelfen, sondern will einen parteiunabhängigen Regierungschef mit einer Expertenregierung. Und Wunschpartner für Schwesig wären die Grünen.
Die AfD dagegen wäre mit Ergebnissen zwischen 35 (MV-Trend vom 03.09.) und 38 Prozent (ARD-Vorwahlumfrage vom 10.09.) deutlicher Wahlsieger, doch sie könnte nicht allein regieren. Allerdings hätte sie ein Anrecht, eine Regierungsbildung zu versuchen.
Einen Koalitionspartner gäbe es ebenso wenig wie einen Tolerierungspartner: Das BSW wäre nicht im Landtag vertreten. Und die CDU, die laut Vorwahlumfrage auf sieben Prozent geschrumpft wäre, beharrt auf ihren Unvereinbarkeitsbeschlüssen sowohl gegenüber der AfD als auch gegenüber der Linken.
Analyse
16.09.2026
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Allerdings regt sich inzwischen Widerstand gegen die Brandmauer-Strategie von CDU-Spitzenkandidat und Parteichef Daniel Peters. So hatten der Landrat von Nordwestmecklenburg, Tino Schomann, der auch Vize-Landesvorsitzender ist, als auch dessen CDU-Kreisvorsitzender Thomas Grote für eine Abkehr vom Brandmauer-Diktum plädiert.