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Über die Hälfte der Deutschen zockt, Smartphone bleibt Plattform Nummer eins
von Carsten Knobloch
20. Sep. 2026 |
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Gaming gehört in Deutschland längst zum festen Alltag: Laut einer Befragung des Digitalverbands Bitkom unter 1.205 Personen ab 16 Jahren spielen 55 Prozent regelmäßig oder gelegentlich Video- und Computerspiele. Das entspricht rund 39 Millionen Menschen hierzulande. Fast die Hälfte der Gamer (47 Prozent) gibt an, sich ein Leben ohne Spiele gar nicht mehr vorstellen zu können.
Die Altersverteilung zeigt eine Tendenz, auch wenn quer durch alle Generationen gezockt wird: Bei den 16- bis 29-Jährigen liegt der Anteil der Spieler bei satten 89 Prozent, bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 70 Prozent und in der Gruppe von 50 bis 64 Jahren immerhin 47 Prozent. Selbst bei den über 65-Jährigen greift fast ein Viertel (24 Prozent) zumindest ab und zu zum Controller oder Smartphone.
Im Schnitt verbringen Spieler in Deutschland täglich rund zwei Stunden mit Games. Zehn Prozent kommen sogar auf fünf Stunden oder mehr am Tag (what?). Gespielt wird dabei flexibel auf mehreren Plattformen, im Schnitt nutzen Gamer vier verschiedene Gerätetypen. Das Smartphone führt das Feld mit 87 Prozent klar an, dicht gefolgt von Spielkonsolen mit 83 Prozent. Laptops nutzen 69 Prozent, den klassischen Desktop-PC 50 Prozent, Tablets 47 Prozent und VR-Brillen kommen auf 31 Prozent (überraschend viele). Bei den Genres dominieren Casual Games (73 Prozent) und Jump 'n' Runs (69 Prozent) vor Aufbau- und Strategiespielen (62 Prozent).
Drei Viertel der Befragten haben im vergangenen Jahr Geld für ihr Hobby ausgegeben. Jeweils 48 Prozent zahlten für In-Game-Käufe oder Abonnements von Gaming-Diensten, 42 Prozent kauften digitale Spiele im Netz. Bei Mikrotransaktionen bleibt die Stimmung allerdings gespalten: 58 Prozent der Spieler stören sich an ständigen Kaufangeboten und ein Drittel fühlt sich dabei abgezockt. Dennoch bevorzugen 43 Prozent ein kostenloses Spiel mit In-Game-Käufen gegenüber einem klassischen Vollpreistitel.
Große Baustellen sehen die Befragten beim Jugendschutz: 81 Prozent halten Online- und Videospiele für keine sicheren Räume für Kinder und Jugendliche, 85 Prozent fordern strengeren Schutz und klar durchgesetzte Regeln in Chats und Community-Foren. 15 Prozent der Gamer wurden online bereits beleidigt.
Beim Thema Künstliche Intelligenz sind die Erwartungen hoch: 61 Prozent der Gamer rechnen damit, dass KI das Gaming revolutionieren wird, vor allem durch realistischere Welten und individuellere Spielabläufe. 54 Prozent treten laut Umfrage sogar lieber gegen KI-Gegner als gegen echte Mitspieler an.
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