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Immer mehr Produktrückrufe bei Lebensmitteln
Immer mehr Lebensmittel werden vorsorglich aus dem Handel genommen, doch die Rückrufe erreichen nicht alle Verbraucher. Hinzu kommt: Es gibt nicht genug Kontrollen.
Müsli, Käse, Tiefkühlbeeren oder Salami: Das sind nur einige Produkte, von denen in den vergangenen Monaten bestimmte Chargen aus dem Handel zurückgerufen wurden, da sie eine potenzielle Gefahr für Verbraucher sein können. Am häufigsten waren Belastungen mit Krankheitserregern wie Salmonellen, Noro- und Hepatitis-A-Viren oder E.-Coli-Bakterien.
Aber auch Fremdkörper gelangen in der Produktion immer wieder in Produkte. Vergangenes Jahr waren laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit 291 Lebensmittelprodukte von einem Rückruf betroffen, im Schnitt mehr als fünf in jeder Woche.
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Doch wie erfahren Kundinnen und Kunden davon? Bei Produktrückrufen kann mangelnde Kommunikation zum Problem werden. Wie genau und auf welchen Wegen Unternehmen über einen Rückruf informieren, bleibe ihnen selbst überlassen, so Christiane Seidel vom Verbraucherzentrale-Bundesverband (vzbv): "Unternehmen sind lediglich angehalten, Verbraucher verständlich und transparent zu informieren. Wie das genau aussieht, das interpretiert jedes Unternehmen ganz unterschiedlich."
Allerdings müssen die Unternehmen auch die zuständige Kontrollbehörde über einen Rückruf informieren. Die Behörden listen dann alle öffentlichen Rückrufe auf der Webseite lebensmittelwarnung.de. Das Angebot gibt es auch als App oder E-Mail-Newsletter. Damit werden Verbraucherinnen und Verbraucher sofort über einen Rückruf informiert.
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Trotz Rückrufs können potenziell gefährliche Produkte in den Handel gelangen. So wird bei Recherchen des SWR in einem Supermarkt ein Müsli entdeckt, das gar nicht mehr im Verkauf sein dürfte, da in bestimmten Chargen Plastikteile gefunden wurden.
Zwar hängt im Verkaufsregal ein Hinweis auf einen Produktrückruf, allerdings sind dort nicht alle betroffenen Chargen angegeben. Auf Hinweis entfernen die Mitarbeitenden das Produkt sofort: Es sei ein Fehler beim Einräumen passiert.
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