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Xbox Game Pass: Microsoft stoppt angeblich Deals für Third-Party-Spiele
Das Abo-Modell befindet sich unter der neuen Führung massiv im Umbruch. Laut Branchen-Insidern platzen derzeit etliche Verträge mit externen Entwicklern.
Microsoft hat bei neuen Game-Pass-Deals mit externen Partnern wohl vorerst die Reißleine gezogen. Vermutlich hängt das mit der aktuellen Umstrukturierung von Xbox zusammen – aber sitzt das Geld danach wieder lockerer?
Diese Info stammt von Helldivers 2-Chef Shams Jorjani, der in Episode 59 des Podcasts The Business of Video Games (den er selbst mitmoderiert) aus dem Nähkästchen plauderte. Jorjani war kürzlich auf einer Branchenmesse in Italien und hörte dort Folgendes: "Es hieß, dass etlichen Entwicklern, bei denen Game-Pass-Deals im Raum standen – also wo die Verhandlungen schon weit fortgeschritten, aber noch nicht unterschrieben waren –, der Boden unter den Füßen weggezogen wurde."
"Ich glaube nicht, dass das Thema Game Pass komplett vom Tisch ist, vor allem weil die neue Führungsebene viel darüber spricht", fügte Jorjani hinzu. "Ich denke, sie legen eine Pause ein, um sich neu zu sortieren – zumindest reime ich mir das so zusammen. Aktuell sieht es bei den Verträgen mau aus. Wir haben Anfang des Jahres mit Caboodle noch einen Deal eingetütet und ich habe das Gefühl, dass wir einer der letzten waren."
Die neue Xbox-Chefin Asha Sharma, die im Februar das Ruder von Phil Spencer und Sarah Bond übernahm, verpasst der Marke aktuell einen großen Reset. Eine ihrer ersten Amtshandlungen war es, den Game Pass spürbar günstiger zu machen. Vor allem die Ultimate-Stufe fiel dabei deutlich günstiger aus. Der Haken an der Sache: Call of Duty fliegt dafür als Day-One-Release raus.
Trotzdem bleibt der Game Pass wohl ein Kernbestandteil des Geschäfts. Beim Xbox Summer Showcase im Juni wurde bei fast jedem gezeigten Spiel betont, dass es im Game Pass landet. Und da Xbox wieder voll auf Exklusivtitel setzt, könnten ein paar fette Third-Party-Deals für den Game Pass das Angebot für euch extrem attraktiv machen.
Allerdings steht Xbox unter massivem Druck, endlich wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Immerhin flossen astronomische Summen in Studio-Übernahmen – allen voran der schwindelerregende 68,7-Milliarden-Dollar-Kauf von Activision Blizzard. Womöglich ist es auf Dauer einfach zu teuer, ständig für externe Spiele im Game Pass zu blechen. Vielleicht ist es rentabler, den Fokus schlicht auf die eigenen First-Party-Titel zu legen.
Zu allem Überfluss hat Xbox vor Kurzem die Preise für die Xbox Series S und X ordentlich angezogen. Die neuen Tarife gelten ab dem 1. August.