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Mortal Shell 2 vereint das Beste aller Soulslikes – und ist deshalb einer der aufregendsten Titel 2026
Die Steam-Beta zeigt: Entwickler Cold Symmetry streicht die Ausdauer, kombiniert die coolsten Souls-Spiele und lässt euch zwei Hüllen gleichzeitig spielen
Mortal Shell 2 ist ein Dark-Fantasy-Action-RPG (Soulslike) von Entwickler Cold Symmetry. Das Spiel setzt auf taktische Nahkämpfe, das Wechseln physischer Hüllen („Shells“) und erscheint 2026 für PC (Steam/Epic), PS5 und Xbox Series X/S.
Falls ihr euch noch nicht mit der fabelhaften offenen Beta von Mortal Shell 2 auf Steam befasst habt, solltet ihr das zügig nachholen. Nicht, dass Cold Symmetry im Anlauf auf den Release später in diesem Jahr dieser Testversion den Stecker zieht, bevor ihr reingeschnuppert habt. Und keine Sorge: Nachdem ihr mit dem drei- bis vierstündigen Einstieg des Spiels durch seid, dürft ihr euren Fortschritt in den fertigen Titel mitnehmen.
Warum ich extra auf Mortal Shell 2 aufmerksam mache? Nun, nicht nur war der erste Teil im finsteren Corona-Jahr 2020 eine wundervolle Ablenkung, der Nachfolger macht auch noch einiges anders und wirkt fest entschlossen, das Beste aller Souls-Welten zu vereinen, ohne die eigene Identität zu vergessen.
Mortal Shell 2 macht wie Sekiro kurzen Prozess mit Vermeidetaktiken, indem es den Ausdauerbalken ersatzlos streicht und dafür beim Spieler wie auch beim Gegner auf Haltung setzt, die zu brechen das zentrale Ziel im Kampf ist. Gelingt es euch, den Feind zu staggern, platziert ihr je nach Waffe einen kritischen Treffer, der extrem flashy und filmreif daherkommt.
Wollt ihr Mortal Shell 2 weiter in euer persönliches Soulslike verwandeln, greift ihr auf die Siegel zurück. Von diesen könnt ihr immer nur eines ausrüsten, denn auf ihnen baut eure Verteidigung auf. Im Falle des Standard-Siegels bekommt ihr einen Block und eine Parade, wie es Souls-Fans kennen und lieben. Das “Harden”-Siegel lässt eure Spielfigur mitten im Move zu einer unzerstörbaren Steinskulptur verhärten – und wehrt ihr damit im perfekten Timing einen Schlag ab, wird euer Cooldown komplett zurückgesetzt. So verteidigte man sich auch in Mortal Shell 1. In der Beta kann man allerdings auch noch das neue Slayer-Seal entdecken, das Mortal Shell ein gutes Stück weiter Richtung Bloodborne verschiebt und Gegenaggression und Distanzwaffeneinsatz mit regenerierter Gesundheit belohnt.
Das 2017 gegründete Studio Cold Symmetry besteht aus ehemaligen AAA-Entwicklern, die zuvor an Marken wie Call of Duty oder Ghost of Tsushima arbeiteten. Mit Mortal Shell (2020) etablierte sich das Team als feste Größe im Soulslike-Genre.
Natürlich handelt es sich dabei nur um ein paar Beispiele, aber sie sehen schwer danach aus, als hätte Cold Symmetry einen Baukasten erdacht, mit dem ihr euch das Soulslike eurer Träume zusammenbastelt – sofern ihr nicht mit dem Ausdauermanagement verheiratet seid.
Gleichzeitig setzt das Spiel sichtlich weiter auf die Dinge, die den ersten Teil zu so einem Geheimtipp gemacht haben. Es läuft trotz 60 Dungeons nicht der Größe eines Elden Ring hinterher, setzt auf Dichte statt Weite. Die Art Direction ist immer noch herrlich grotesk, vom Kopf her kränkelnd und auf die H.R.-Giger-Weise anziehend abseitig. Das bereits damals sehr frische Konzept der Shells wird ebenfalls auf die Spitze getrieben. Diesmal rüstet ihr zwei dieser Hüllen zugleich aus und wechselt so zwischen zwei komplett unterschiedlichen Charakter-Archetypen und Builds nach Lust und Laune hin und her. Diese Aspekte wirken schon jetzt schön dynamisch und flexibel.
Für die im Text gelobte groteske Art Direction zeichnet Co-Founder und Art Director Anton Gonzalez verantwortlich. Seine Handschrift prägte schon den Erstling und verbindet klassische Dark Fantasy gezielt mit biomechanischem Body-Horror.