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Asus Ascent QN10 im Test: Darf es auch mal nicht AMD oder Intel sein?
Der Asus Ascent QN10 ist der erste Mini-PC mit Qualcomms neuem Snapdragon X2 Elite. Das Paket ist insbesondere in modernen Anwendungen richtig flott und überzeugt dort als Konkurrent zu Intel, AMD, Apple & Co. Bei der KI-Leistung mit „80-TOPS-NPU“ gilt es hingegen einiges zu beachten. Alle Details im Test.
Der sieht doch aus wie ein NUC! Ja, in der Tat, aber in diesem Fall ist es der Ascent QN10 von Asus, der erste Mini-PC mit Qualcomm Snapdragon X2 Elite. Doch damit darf er sich nicht NUC nennen, denn das setzt auch nach der Übernahme der Sparte durch Asus einen Prozessor von Intel voraus. Natürlich sind die Parallelen im eigenen Haus unverkennbar, aber sehen nicht eigentlich alle Mini-PCs heute so oder ziemlich ähnlich aus?
Unter der Haube ist der Ascent QN10 auf jeden Fall ziemlich einmalig: Als erster großer Hersteller setzt Asus in einem Mini-PC nicht auf AMD oder Intel, sondern den Qualcomm Snapdragon X2 Elite mit 18 CPU-Kernen, iGPU vom Typ Adreno X2-90 und 80 TOPS starker NPU ein. Damit soll das System nicht weniger als den stärksten NUC Paroli bieten. Ob das in Sachen Anwendungs-, KI- und Gaming-Leistung gelingt, klärt der Test.
Der Asus Ascent QN10 fällt mit 0,7 Litern Volumen im 13 × 13 × 4 cm großen Alu-Gehäuse (nur der Boden ist aus Kunststoff) kompakt aus. Anschlüsse gibt es hinten und vorne zahlreiche, allerdings ist nur einmal HDMI darunter. Drei weitere Displays können aber über die vier USB-4-Ports angeschlossen werden, von denen zwei allerdings an der Front liegen.
Das Herzstück, der Snapdragon X2 Elite, wird gleich noch einmal genauer im Detail vorgestellt. Der CPU zur Seite gesellen sich verlötete 16 oder 32 GByte LPDDR5X, je nach Land mit 9.600 MT/s oder 8.533 MT/s. Im Testmuster stecken 32 GB LPDDR5X-8533. Diese Variante dürfte in Deutschland auch die einzige sein, die es zu kaufen geben wird.
Über die linke Seite, aber auch über den Boden zieht der Mini-PC Frischluft, über die rechte Seite wird die erwärmte Luft dann ausgeblasen. Der große, etwas eigenwillig anmutende CPU-Lüfter hat dabei einen Fan-Stop und geht erst ab einer gewissen Last und Temperatur an. Dass die Aussparung so seltsam ausfällt, soll dem Geräuschpegel dienen.
Asus hat erneut nicht nur einen Lüfter verbaut, ein zweiter kleiner Lüfter kümmert sich um die Kühlung der SSD, die ab Werk immer 512 GB groß ist. Gen-5-SSDs können auch heute noch warm werden, verbaut ist ab Werk aber nur eine nach Standard PCIe 4.0 mit vier Lanes. Das SoC beherrscht per se aber auch PCIe 5.0. Ein kleines WiFi-Modul ist auf der Platine verlötet.
Für die Stromversorgung ist ein klassisches externes Netzteil mit beachtlichen 180 Watt und Hohlstecker notwendig. Das geht im Jahr 2026 aber durchaus schon anders: Der (größere) Asus Ascent GX10 (Test) bezieht bis zu 240 Watt über ein USB-C-Netzteil. Anders als beim Asus NUC 16 Pro mit Intel Panther Lake (Test) gibt es beim Ascent QN10 auch einen Klinkenanschluss.
Ein UVP von 2.136 Euro für das Modell mit 32 GB RAM und 512 GB großer SSD ist natürlich alles andere als Kleingeld und übertrifft sogar den zuletzt getesteten Asus NUC 16 Pro mit Intel Panther Lake. Mit 32 GByte RAM (aber ohne SSD) ist eines der Oberklassemodelle dieser Serie mit einem Intel Core Ultra X7 358H aber bereits ab 1.378 Euro verfügbar.
In den USA startet der QN10 mit 16 GByte RAM und 512-GB-SSD bei 1.349 US-Dollar (vor Steuern), die 32-GByte-Version beginnt bei 1.699 US-Dollar (vor Steuern). Hierzulande gibt es voraussichtlich nur das größere Modell.