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Googlebook: Googles neue Notebooks nutzen Android als Unterbau
Google schafft mit den Googlebooks eine neue Notebook-Kategorie im Premiumsegment, die sich anstelle von ChromeOS eines Android-basierten Tech-Stacks bedient. Als Partner hat sich Google die Notebook-Hersteller Acer, Asus, Dell, HP und Lenovo ins Boot geholt, bei den Chip-Herstellern sind Intel, MediaTek und Qualcomm dabei.
Nach den Chromebooks und den Chromebooks Plus – beide mit ChromeOS – sowie eigenen Gehversuchen wie dem Pixelbook unternimmt Google mit den Googlebooks jetzt einen neuen Anlauf, Notebooks im Premiumsegment anzusiedeln. Dabei überlässt Google den eingangs erwähnten Partnern die Hardware, schreibt diesen aber gewisse Mindestanforderungen vor, damit sich ein Notebook auch Googlebook nennen darf.
Google ist für die Software auf den Geräten zuständig, und die ist auf den Googlebooks eine andere als auf Chromebooks. Ein Chromebook läuft mit ChromeOS, dessen zentrale Laufzeitumgebung der Chrome-Browser ist. ChromeOS trennt Web- und Systemkomponenten relativ strikt und ergänzt den Browser um Container- und Virtualisierungsschichten: Linux-Anwendungen laufen beispielsweise in einem Crostini-Linux-Container, während Android-Apps über eine eigene Android-Laufzeitumgebung ausgeführt werden. Dadurch kann ein Chromebook neben Webanwendungen auch native Linux- und Android-Software bereitstellen, ohne dass diese unmittelbar Teil des eigentlichen ChromeOS-Systems werden. Updates, Systemkomponenten und Sicherheitsmechanismen bleiben dabei weitgehend von den einzelnen Anwendungen entkoppelt.
Googlebooks verschieben diesen Schwerpunkt dagegen von ChromeOS hin zu Android als Desktop-Plattform. Zur ersten Ankündigung der Googlebooks im Mai dieses Jahres sprach Google von Notebooks mit „Android Tech Stack“. Technisch bedeutet das eine engere Verzahnung der Android-Laufzeit mit dem gesamten PC-Erlebnis: Android ist die native App-Plattform, während Google gleichzeitig Desktop-Funktionen, Fensterverwaltung, Tastatur- und Mausbedienung sowie Multitasking für größere Displays ausbaut.
Damit entfällt insbesondere die bei ChromeOS notwendige zusätzliche Android-Kompatibilitätsschicht als separates Subsystem. Auch die App-Kompatibilität verändert sich: Entwickler liefern Android-Apps ohnehin für die Android-Plattform aus, diese müssen bei Googlebooks also nicht zusätzlich eine ChromeOS-spezifische Anwendung bereitstellen. Vereinfacht gesagt ist ein Chromebook ein ChromeOS-System, das Android- und Linux-Software zusätzlich ausführen kann, während ein Googlebook ein Android-System ist, das von Grund auf als Desktop- und Notebook-Betriebssystem mit einer Desktop-Umgebung ausgelegt wird. Den Anfang macht zunächst einmal die Notebook-Klasse.
Das Fundament der neuen Plattform bilde „Google Titan Security“, erklärte das Unternehmen in einem Vorgespräch zur heutigen Ankündigung. Gemeint ist damit der Google Titan C, ein dedizierter Sicherheitschip, der bereits in Chromebooks zum Einsatz kam. Er übernimmt sicherheitskritische Aufgaben, die nicht direkt auf der Haupt-CPU ausgeführt werden sollten, darunter die Verifizierung der Firmware beim Systemstart (Verified Boot), die sichere Speicherung von kryptografischen Schlüsseln und die Unterstützung von Funktionen wie Geräteschutz und Bildschirmsperre.
Der Titan C bildet damit eine hardwarebasierte Vertrauensbasis („Root of Trust“) für die Googlebooks: Selbst wenn Teile des Betriebssystems kompromittiert wären, sollen zentrale Schlüssel und die Integrität der Bootkette geschützt bleiben.
Auf den Ebenen darüber, so erklärt es Google, folgen Arm- und x86-Prozessoren der drei Partner MediaTek, Qualcomm und Intel, sowie der Linux-Kernel, dann der native Android-Stack und schließlich die Desktop-Umgebung. Zu der gehört auch die native Integration Gemini Intelligence, also die Version des KI-Assistenten von Google, die wie bei Android ein Agenten-Betriebssystem ermöglichen soll, das teils eigenständig agieren und den Nutzer bei alltäglichen Aufgaben unterstützen kann. Googlebooks sollen f