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Schlechtere Chancen und weniger Geld dank ChatGPT
(C) unter Verwendung eines Motivs von Andrei Suslov / 123RF.com
Einer Studie der Statistikbehörde US Census Bureau zufolge hatte die Einführung generativer KI unmittelbare Auswirkungen auf die Einstellungschancen und Einstiegsgehälter von Hochschulabsolventen aus KI-nahen Fächern.
Die Forscher untersuchten Absolventen aus verschiedenen Fächern, die KI in unterschiedlichem Ausmaß ausgesetzt sind. Der Grad der KI-Exponierung jedes Studienfachs wurde aus aufgabenbezogenen Exponierungswerten berechnet, darunter dem GPT-4-Beta-Maß, das sich als aussagekräftig für die tatsächliche KI-Nutzung durch Firmen erwiesen hat. Die Absolventendaten entstammen dem Datensatz Post-Secondary Employment Outcomes des Zensusbüros; daneben wurden Beschäftigungsdaten aus dem Longitudinal Employer-Household Dynamics (LEHD)-Programm herangezogen.
Wie sich zeigte, hatte die Einführung generativer KI unmittelbare Folgen für die Beschäftigung, Verdienste und Jobwechselmuster der am stärksten KI-exponierten Studienfächer. So sank die Wahrscheinlichkeit einer ersten Anstellung für das oberste Exponierungsdezil der Studienfächer um 5 Prozentpunkte. Auch das Einstiegsgehalt in von KI besonders betroffenen Fächern lag seit dem ChatGPT-Release Ende 2022 um 13 Prozent niedriger als bei der Vorgängergeneration. Betroffene Absolventen wechseln vermehrt in Sektoren mit einem geringeren Anteil hochschulgebildeter Beschäftigter, wie Einzelhandel oder Gastronomie, was seinerseits auf schwächere Erwerbsverläufe hindeutet.
In den Fächern mit hoher KI-Exponierung, dazu gehören neben Informatik auch Mathematik und Statistik, sank nicht nur das Einstiegsgehalt, sondern auch die Beschäftigtenquote. Die Auswirkungen auf die Startchancen junger Absolventen verglichen die Statistiker mit denen einer schweren Wirtschaftskrise.
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