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Chip-Packaging: TSMC und Partner bauen mit staatlicher Hilfe weiteren Komplex
Das Packen von Chips auf ein Substrat und/oder Interposer bleibt ein Flaschenhals. TSMC investiert deshalb noch einmal, das Vorhaben in Kaohsiung im Süden Taiwans ist so bedeutend, dass sogar Taiwans Staatschef daran teilnimmt. Mit im Boot ist nämlich auch Stadt und Staat, und neben TSMC auch Foxconn, ASE und weitere Firmen.
Nachdem TSMC vor einigen Jahren ankündigte, doch mal eine Fabrik im Süden Taiwans zu errichten, wurde dem Vorhaben mit Skepsis begegnet. Deshalb plante TSMC aber auch einen kleineren Komplex, der zudem auch nicht das allerneueste Produkt fertigen sollte: N7-Ableger und 28 nm sollten es werden. Doch schnell wurde TSMC von der Realität eingeholt, bewies dabei aber viel Flexibilität: Statt der 1+1 Phasen für ältere Prozesse entstehen nun sechs Phasen für modernste Produkte in N2-, A16- und A14-Technologie und machen aus Fab 22 eine Gigafab.
Da die Fertigung von Chips nur ein Teilaspekt in der Produktionskette ist, folgt nun das nächste große Projekt im Süden Taiwans. Dieses soll helfen, moderne Industrie besser im Land zu verteilen. Im Baipu Industrial Park entsteht so ein neuer Komplex, der sich primär dem Packaging widmen soll, aber auch der Erforschung von Technologien dazu und darüber hinaus. Der größte industrielle Anker ist TSMC. Auch Foxconn und ASE sind beteiligt. Vertreter der Branchenriesen und weiterer, zum Teil bereits vor Ort ansässiger Firmen griffen beim ersten Spatenstich neben dem taiwanischen Präsidenten Lai zur Schaufel. Laut Reuters wird TSMC zwei Gebäude dort errichten.
Kritische Stimmen zu Wasser und Elektrizität versucht die Regierung gleich vorab im Keim zu ersticken. Der Energieversorger Taipower wird dafür Sorge tragen, dass die Versorgung stabil bleibt und auch für die Zukunft entsprechend ausgebaut wird, erklärt die Pressestelle des Präsidenten. Gleiches gilt für umfassende Pläne und neue Pipelines vom Süden über den Westen bis in den Norden, die die Wasserversorgung sicherstellen und somit die „Wassertrucks“ der Vergangenheit angehören sollen.
Die Beteiligten hoffen, dass in dem Industriepark einmal über 4.000 Angestellte Arbeit finden und so Milliardenumsätze in jedem Jahr generieren werden. Bis das so weit ist, wird es aber noch einige Jahre dauern, erst zum Ende dieses Jahrzehnts soll hier die Arbeit aufgenommen werden.