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Java 27: Sicherheit, Laufzeit und reifende APIs
Das frisch erschienene OpenJDK 27 zielt vor allem auf Stabilität, Security und Performanceverbesserungen.
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Java 27 macht nicht mit einem einzelnen großen Sprachfeature auf sich aufmerksam, aber an mehreren Stellen gibt es Änderungen, die für den praktischen Betrieb von Java-Anwendungen relevant sind: Die HotSpot VM spart Speicher, G1 wird als Default vereinheitlicht, TLS bereitet sich auf Post-Quantum-Kryptografie vor und Java Flight Recorder geht vorsichtiger mit sensiblen Daten um. Gleichzeitig reifen mehrere Preview-APIs.
Insgesamt bringt Java 27 neun JDK Enhancement Proposals (JEPs):
(Bild: layful Creativs / Adobe Stock & asgraphicsb24 / 123rf)
Im Fokus der Online-Konferenz betterCode() Java am 13. Oktober stehen die Neuerungen der jüngsten Java-Releases und wie sie dabei helfen können, Java-Anwendungen effizienter zu gestalten.
Dabei geht es zum einen um Features wie Pattern Matching und Structured Concurrency. Zum anderen wirft die Konferenz einen Blick unter die Haube und zeigt, was sich seit Java 17 beim Garbage Collector, der Time-to-Peak-Performance und der JVM-Start-up-Zeit getan hat.
Vier JEPs bringen neue oder erstmals standardmäßig aktivierte Funktionalität und fünf sind Wiedervorlagen bereits bekannter Preview- oder Incubator-Features. Interessanter als die konkreten Inhalte der einzelnen JEPS ist die Frage, welche Themen sich hinter den Änderungen verbergen. Dabei lassen sich drei größere Linien erkennen: mehr Sicherheit, bessere Laufzeiteffizienz und die weitere Konsolidierung von APIs, die in den vergangenen Releases begonnen wurden.
Ein auffälliger Schwerpunkt von Java 27 liegt im Security-Bereich. Dabei geht es nicht nur um neue APIs, sondern auch um Funktionen, die bestehende Anwendungen allein durch ein JDK-Update sicherer machen können.
Mit JEP 527: Post-Quantum Hybrid Key Exchange for TLS 1.3 führt Java hybride Post-Quantum-Schlüsselaustauschverfahren für TLS 1.3 ein. Was zunächst nach Zukunftsmusik klingt, adressiert ein Problem, das bereits heute relevant sein kann. Aktuelle TLS-Verbindungen verwenden für den Schlüsselaustausch unter anderem elliptische Kurven. Ein hinreichend leistungsfähiger Quantencomputer könnte die dafür zugrunde liegenden mathematischen Probleme mit dem Shors-Algorithmus wesentlich effizienter lösen als klassische Rechner.