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Oura: Smart-Ring-Pionier peilt Milliarden-Börsengang in den USA an
von Carsten Knobloch
22. Sep. 2026 |
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Der finnische Hersteller von smarten Ringen, Oura, strebt an die US-Börse. Wie aus Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht, wollen das Unternehmen und bestehende Anteilseigner bei dem Börsengang bis zu 2,2 Milliarden US-Dollar (ca. 1,9 Milliarden Euro) einsacken.
Geplant ist die Ausgabe von 50 Millionen Aktien in einer Preisspanne von 40 bis 44 US-Dollar (ca. 35 bis 38 Euro) je Anteilsschein. Oura selbst gibt 13,5 Millionen neue Aktien aus, während Altaktionäre 36,5 Millionen Papiere auf den Markt werfen. Am oberen Ende der Spanne wird das Unternehmen mit rund 14,1 Milliarden US-Dollar (ca. 12,3 Milliarden Euro) bewertet. Zum Vergleich: Nach einer Finanzierungsrunde im Jahr 2025 stand das Unternehmen noch bei einer Bewertung von rund 11 Milliarden Dollar.
Die 2013 gegründete Firma profitiert sicherlich vom wachsenden Interesse an unauffälligen Fitness- und Gesundheitstrackern, die im Alltag nicht täglich an die Steckdose müssen wie viele Smartwatches. Allein im vergangenen Jahr konnte Oura rund 3,6 Millionen Ringe absetzen.
Ein wichtiges Standbein bleibt das kostenpflichtige Abo Oura Membership, über das Nutzer detaillierte Auswertungen zu Schlaf, Vitalwerten und Aktivität erhalten. Zum 30. Juni zählte Oura hier bereits über fünf Millionen zahlende Mitglieder.
Gleichzeitig wächst das Geschäft rasant, schreibt laut Bericht aber weiterhin rote Zahlen. In den neun Monaten bis Ende Juni kletterte der Umsatz auf 1,21 Milliarden US-Dollar (Vorjahreszeitraum: 697,6 Millionen Dollar). Unterm Strich stand allerdings ein Nettoverlust von 924,3 Millionen US-Dollar, nach 182,8 Millionen Dollar Verlust im Vorjahreszeitraum. Dieser Anstieg ist laut Unterlagen unter anderem auf bilanzielle Sondereffekte bei wandelbaren Vorzugsaktien zurückzuführen.
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