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Werbemesse DMEXCO: KI als Risiko und Chance
Die Werbe- und Marketingmesse startet morgen in Köln. c't hat im Vorfeld mit DMEXCO-Host Verena Gründel über den KI-Einsatz in der Branche gesprochen.
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Am 23. September trifft sich die digitale Werbe- und Marketingbranche in Köln zur DMEXCO. Die Koelnmesse veranstaltet die zweitägige Mischung aus Fachmesse und Konferenz, ideeller Träger ist der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW). Im vergangenen Jahr kamen nach Veranstalterangaben rund 40.000 Teilnehmer aus 37 Ländern, dazu etwa 700 Aussteller und Partner sowie über 1000 Sprecher.
Die Ausstellung gliedert sich in Bereiche für Agenturen, Handel, Medien und Technik, hinzu kommt eine Fläche für Start-ups. Beherrschendes Thema ist wie schon in den Vorjahren die künstliche Intelligenz, als Chance, aber auch als Risiko: Die KI-Antworten von Google und ChatGPT fangen Nutzer ab, bevor sie eine Website erreichen. Publishern und Vermarktern bricht damit der Traffic weg, von dem ihr Geschäft lebt.
Wie die Branche darauf reagieren kann und was die Messe über den KI-Einsatz jenseits von Pilotprojekten zeigen will, hat c't Verena Gründel gefragt. Sie ist seit 2024 Brand & Communications Director und damit Gastgeberin der Veranstaltung.
Google kontrolliert jetzt noch mehr Benutzerströme durch seine KI-Antworten. Und was Google nicht mitnimmt, wird von ChatGPT abgefrühstückt, das ja mittlerweile auch Werbung einblendet. Stehen wir vor einem Endspiel im Werbemarkt?
Der Markt sieht gerade, dass die Traffic-Zahlen langsam sinken. Und das ist natürlich eine Herausforderung. Ein Endspiel sehe ich trotzdem nicht. Wir haben schon vor Jahrzehnten gesagt: „Video killed the radio star.“ Seitdem sind unzählige weitere Medien vermeintlich „gestorben“ und waren dann doch wieder relevant. Was wir jetzt erleben, ist eine weitere Granularisierung des Medienmarktes. Aber dass deshalb ein Medium vollständig verschwindet, sehe ich nicht.
Wie können Publisher und Vermarkter auf KI-Zugriffe reagieren – und wie können sie überhaupt kontrollieren, wenn eine KI vorbeikommt und das monetarisieren?
Wir brauchen technische Lösungen, die Zugriffe durch KI nachvollziehbar und Inhalte kontrollierbar machen und die gleichzeitig eine faire Vergütung ermöglichen. Dafür müssen Publisher, Vermarkter und KI-Anbieter gemeinsam neue Standards und Geschäftsmodelle entwickeln. Auf der DMEXCO werden wir dazu sicher interessante Ansätze sehen.
Was können Unternehmen machen, um in den Zeiten der Sprachmodelle besser dazustehen?