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Blizzard: Insider warnt vor "unmittelbar bevorstehenden" Xbox-Entlassungen
Obwohl das Team auf der BlizzCon gerade massiv neue Spiele ankündigte, bleibt die Entwicklerschmiede offenbar nicht von der Kündigungswelle verschont.
Hinter uns liegt eine BlizzCon 2026 voller Ankündigungen. Zudem legte die Beta von World of WarCraft Forever offenbar einen extrem erfolgreichen Start hin. Doch nur eine Woche nach diesen positiven Nachrichten ziehen dunkle Wolken auf: Entlassungen bei Blizzard durch Xbox stehen angeblich "unmittelbar bevor".
Diese Information stammt von Bloomberg-Reporter Jason Schreier. Dank zahlreicher Insider-Kontakte verfasste er bereits ein detailliertes Buch über die Geschichte von Blizzard. In einer aktuellen Folge des 8-4-Podcasts erklärte Schreier: "Um deine Frage zu beantworten: Ja, die Entlassungen bei Blizzard kommen und sie stehen unmittelbar bevor."
Jason Schreier ist einer der bekanntesten investigativen Journalisten der Gaming-Branche. Der Bloomberg-Reporter und Buchautor verfügt über ein massives Netzwerk an Insider-Kontakten und gilt besonders bei internen Studio-Krisen als extrem verlässliche Quelle.
Schreier reagierte damit auf eine Frage des ehemaligen Polygon-Journalisten Mike McWhertor. Dieser wollte wissen, ob Blizzard auf der BlizzCon 2026 ganz bewusst ein derart massives Spiele-Line-up präsentierte, weil die Xbox-Kürzungen bereits wie ein Damoklesschwert über dem Studio schwebten. Zur Erinnerung: Blizzard enthüllte Diablo 5, einen neuen Open-World-Shooter im StarCraft-Universum, ein neues World-of-WarCraft-Spiel, eine frische Kampagne für Warcraft 3 sowie etliche kleinere Projekte. Einige dieser Spiele liegen noch in weiter Ferne. Im Fall von Diablo 5 sprechen wir vom Jahr 2029.
Schreier wies die Theorie eines direkten Zusammenhangs mit den Kündigungen jedoch zurück. Er geht davon aus, dass Blizzard den Messeauftritt bereits ein Jahr im Voraus plante. "Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie die Ankündigung von StarCraft schon auf dem Plan hatten, bevor Asha Sharma überhaupt das Ruder übernahm", erklärte er.
Auch die weit entfernten Release-Termine haben laut Schreier einen anderen Hintergrund. Blizzard plane intern schon immer sehr weit im Voraus. Bisher kommunizierte das Studio diese Zielvorgaben schlichtweg nicht mit der Öffentlichkeit. "Damit wollen sie signalisieren: Wir veröffentlichen unsere Spiele künftig wirklich an dem Datum, das wir nennen, anstatt sie immer wieder zu verschieben", sagt der Insider.
"Eines der größten Probleme von Blizzard in den vergangenen Jahren – und auch einer der Gründe für die vielen Konflikte mit Activision – war die Sache mit Diablo 4 und Overwatch 2. Sie stellten für beide Spiele bestimmte Release-Zeiträume in Aussicht, verschoben sie dann aber immer wieder", führte er aus. "Das führte dazu, dass Bobby Kotick hart durchgriff, Kosten einsparte und dem Studio allerlei Steine in den Weg legte. Ich denke also, sie versuchen nun, deutlich mehr Disziplin an den Tag zu legen."
Schreier geht zudem davon aus, dass die noch recht frisch gebackene Blizzard-Präsidentin Johanna Faries bei solchen Themen "eine Menge Autonomie" genießt. Er betonte ausdrücklich, dass das Programm der BlizzCon "nicht auf dem Mist von Microsoft gewachsen" sei. Abschließend bekräftigte er: "Ich glaube nicht, dass das irgendetwas mit den [drohenden Kündigungen] zu tun hatte. Die Entlassungswelle begann im Juli, die Mitarbeiter erfuhren im Juni davon. Die ganzen Pläne für die BlizzCon standen da schon längst fest."
Schreiers Aussagen über "unmittelbar bevorstehende" Kündigungen bei Blizzard decken sich mit Berichten vom heutigen Morgen. Demnach wird noch in dieser Woche eine zweite Entlassungswelle bei Xbox erwartet. Zur Erinnerung: Microsoft gab bereits Anfang des Jahres bekannt, insgesamt 3.200 Stellen in der Xbox-Sparte abzubauen. Damals fielen 1.600 Jobs sofort weg, während die restlichen 1.600 Streichungen für einen späteren Zeitpunkt vorgemerkt wurden. Blizzard schien aus der ersten Kündigungswelle unbeschadet hervorzugehen und wurde im Nachgang sogar als