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Iran-Krieg und Last-Minute-Trend zehren an TUI-Gewinn
Der Reisekonzern TUI hat den Iran-Krieg und den Trend zu Last-Minute-Buchungen deutlich zu spüren bekommen. Höhere Preise konnten das nur zum Teil ausgleichen. Die Aktie erlebte ein Wechselbad.
Der Iran-Krieg hat das Geschäft von TUI deutlich gebremst. Der Reisekonzern rechnet für sein in diesem Monat endendes Geschäftsjahr 2025/26 mit einem Ergebnisrückgang.
Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) werde zwischen 1,2 und 1,3 Milliarden Euro liegen, präzisierte der MDAX-Konzern heute seine bisherige Prognose. Zuvor war die Spanne breiter mit 1,1 bis 1,4 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte TUI gut 1,4 Milliarden Euro verdient.
Marktbericht
12.08.2026
Angesichts globaler Krisen und höherer Inflation buchen viele Menschen ihre Urlaubsreisen kurzfristiger - und achten stärker auf die Preise.
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Zum schwierigen geopolitischen Umfeld kommt für die Verbraucher noch die Unsicherheit über die konjunkturelle Entwicklung hinzu. In der Folge scheuen sie zunehmend längerfristige Buchungen. Auch das zehrt am Gewinn der Reiseveranstalter. "Der Trend zu kurzfristigen Buchungen setzt sich fort", erklärte der Tourismusriese. "In diesem Umfeld steuern wir unsere Kapazitäten weiterhin vorsichtig und erhalten uns die Flexibilität, diese entsprechend der Kundennachfrage anzupassen."
Im Kerngeschäft mit Pauschalreisen blieben die gebuchten Umsätze unter dem Vorjahr. In der zu Ende gehenden Sommersaison belief sich der Rückgang auf fünf Prozent, die bevorstehende Wintersaison verzeichnet bisher sieben Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Ein Ende der Krise ist damit nicht in Sicht. Allerdings habe sich die Buchungsdynamik in den vergangenen vier Wochen verbessert, teilte TUI mit.
Obwohl das Geschäftsjahr 2025/26 fast zu Ende ist, nannte TUI-Chef Sebastian Ebel weiterhin keine Umsatzprognose. Das ursprüngliche Ziel hatte er wegen des Iran-Kriegs im April gestrichen und sein Gewinnziel gesenkt. Damals steckten zwei Schiffe der Kreuzfahrtlinie TUI Cruises wegen des Kriegsbeginns im Persischen Golf fest, und viele Urlauber verschoben ihre Buchungen. Die TUI-Führung strich das Reiseangebot in der Folge um fünf Prozent zusammen.
Dabei konnte der Reisekonzern höhere Preise durchsetzen: Die Durchschnittspreise waren in den Hotels und Resorts im zu Ende gehenden Schlussquartal pro Tage vier Prozent höher, bei den weiterhin boomenden Kreuzfahrten zwei Prozent über Vorjahr. Während die Auslastung der Häuser wie RIU und TUI Blue im Quartal von Juli bis September etwas zurückging, waren die Schiffe von TUI Cruises, Marella und Hapag-Lloyd genauso stark ausgelastet wie ein Jahr zuvor.
Die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025/26 will TUI am 9. Dezember vorlegen.