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Snapdragon 8 Elite Gen 6: Qualcomm stellt zwei High-End-Chips vor
Qualcomm fährt künftig zweigleisig: Der neue Snapdragon 8 Elite Gen 6 erreicht 5 GHz, während die Extreme-Variante zusätzliche KI-Funktionen für die GPU bietet.
Qualcomm stellt auf seinem Snapdragon Summit 2026 gleich zwei neue High-End-Prozessoren für Smartphones vor. Der Snapdragon 8 Elite Gen 6 ist dabei der direkte Nachfolger des aktuellen Gen-5-Prozessors. Mit dem Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 legt das Unternehmen noch eine weitere Schippe drauf.
Der Snapdragon 8 Elite Gen 6 ist der erste Smartphone-Prozessor, der eine Taktrate von 5 GHz erreicht, zumindest mit den beiden Prime-Cores. Außerdem stecken sechs Performance-Kerne in der Oryon-CPU, die mit maximal 4 GHz laufen. Verglichen mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 5 aus dem Vorjahr soll der neue Chip zehn Prozent mehr CPU-Rechenleistung bringen beziehungsweise 37 Prozent höhere Energieeffizienz bei gleicher Rechenleistung. Die Grafikleistung der Adreno-GPU will Qualcomm gar um 35 Prozent gesteigert haben. Essenziell für die Steigerungen ist ein neuer Fertigungsprozess. Qualcomm spricht grob von einem 2-Nanometer-Verfahren. Vermutlich wechselt die Firma von TSMCs N3P beim Gen-5-Prozessor auf jetzt N2P.
Zu möglichen Verbesserungen bei den CPU-Kernen schweigt sich Qualcomm derzeit aus. Das könnte einen einfachen Grund haben: Vermutlich gibt es beim Sprung von Gen 5 auf Gen 6 keine nennenswerten CPU-Verbesserungen abseits der höheren Taktfrequenzen dank neuerem Fertigungsprozess. Der bisherige Snapdragon 8 Elite Gen 5 schafft bis zu 4,6 GHz; der Nachfolger liegt knapp neun Prozent darüber. Für den restlichen versprochenen Prozentpunkt reichen die üblichen Optimierungen an der Sprungvorhersage. Dabei rät der Prozessor schon vorab, welche Befehle er in naher Zukunft abarbeiten muss.
Verbesserungen hat zudem die KI-Hardware des Systems-on-Chip (SoC) erfahren. Ein neuer Element Accelerator soll die Hexagon-NPU (Neural Processing Unit) leistungsstärker machen. Der Sensing Hub, der im Hintergrund stromsparend Sensordaten verarbeitet, um etwa Sprachbefehle zu erkennen, hat nun zwei eigene KI-Einheiten bekommen. Zudem stehen ihm zwei Bildsignalprozessoren (Image Signal Processor, ISP) zur Verfügung, mit denen sich zwei Kameras steuern lassen, um Daten kontinuierlich einzufangen.
KI steckt auch im Modem X105 5G, das Qualcomm bereits im Frühjahr vorgestellt hatte. Es unterstützt NB-NTN (Narrowband Non-Terrestrial Network) und NR-NTN (New Radio Non-Terrestrial Network) und kann für Notrufe über direkte Satellitenverbindung eingesetzt werden. Das angeflanschte FastConnect 8800, ein eigener Chip und streng genommen kein Bestandteil des Prozessors selbst, unterstützt Wi-Fi 8 (4×4 MIMO), Bluetooth und Ultra-Wideband (UWB).
In der neuen Extreme-Variante hat der Snapdragon alle Eigenschaften des Schwesterprozessors, allerdings noch ein paar Zugaben. So takten die CPU-Kerne zwar nicht schneller, sollen aber durch ein optimiertes Package insgesamt etwas performanter sein. Denkbar wäre eine optimierte Signalführung auf dem physischen Träger. Wie groß der Unterschied genau ist, quantifiziert Qualcomm nicht.
Deutlich aufgewertet hat die Firma beim Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 die Adreno-GPU. Sie ist mit drei Matrix-Cores ausgestattet, die speziell auf KI-Berechnungen ausgerichtet sind. Sie nutzt KI zur Erhöhung der Auflösung sowie zur Frame-Generierung in Spielen. Qualcomm nennt das Neural Fusion und zieht so mit ARM gleich: Dessen Mali-GPU G2-Ultra NX integriert ebenfalls KI-Einheiten für die gleichen Gaming-Funktionen.
Zudem verpasst Qualcomm der GPU einen dedizierten, 18 MByte großen Cache namens High Performance Memory, der die Zugriffe auf den allgemeinen Speicher reduzieren und so Latenzen verringern soll. Auch die Hexagon NPU des Extreme hat 50 Prozent mehr Speicher als in der Basisversion des neuen Snapdragon, was sie um 35 Prozent schneller rechnen lassen soll als das Pendant im Vorgängermodell aus dem vergangenen Jahr.
Der ISP unterstützt den vierfachen Video-Durchsatz und