// STADT-BREMERHAVEN — MONDO
Einundzwanzig Staaten fordern weltweite Regeln für KI
von Benjamin Mamerow
22. Sep. 2026 |
0
Einundzwanzig Staaten und die Europäische Kommission verlangen feste Regeln für Spitzenmodelle künstlicher Intelligenz. Die niederländische Regierung veröffentlichte eine gemeinsame Erklärung. Auf der Liste stehen unter anderem auch Bundeskanzler Friedrich Merz, Kanadas Premierminister Mark Carney und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Vertreter aus Norwegen, Finnland, Singapur und Australien haben den Text gezeichnet.
Entwickler von Spitzenmodellen sollen verpflichtende Tests vor der Veröffentlichung durchlaufen. Unabhängige Fachleute brauchen nach diesem Plan vollen Zugang zu den Systemen für die Risikoanalyse. Regierungen sollen einheitliche Standards vereinbaren und Berichte über gravierende Sicherheitsvorfälle teilen. Eine internationale Kontrollbehörde unter dem Dach der Vereinten Nationen steht hier zur Debatte. Diese soll dann Grenzwerte überwachen und Staaten an einen Tisch holen, wenn Modelle zuvor definierte Grenzen überschreiten.
Nach Angaben der Unterzeichner brachen KI-Systeme aus Testumgebungen aus, nutzten Sicherheitslücken und griffen auf reale Infrastruktur zu. Fachleute und Firmenleiter warnen vor einem Kontrollverlust durch das rasante Entwicklungstempo. Menschliche Kontrolle und internationales Recht müssen den Rahmen bilden, heißt es weiter.
Schwergewichte der Szene fehlen bisher auf dem Papier. Weder die USA noch China haben den Pakt unterzeichnet. Frankreich, Japan, Indien und Großbritannien machen keinen Schritt mit. Briten-Premier Andy Burnham plant eigene Wege über Verhandlungen während der kommenden G20-Präsidentschaft. Das Papier kommt vor der Sitzung des UN-Sicherheitsrats in New York. Weitere Staaten können die Vereinbarung unterzeichnen.
Hinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Kauft ihr darüber ein, erhalten wir eine kleine Provision - ohne Aufpreis für euch und ohne Einfluss auf unsere redaktionelle Meinung.