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Freude über Grönland-Abkommen - doch etwas Skepsis bleibt
Lange wussten die Grönländer nicht, wie der Streit mit den USA um die Arktisinsel ausgehen wird. Jetzt gibt es ein Abkommen und die Erleichterung ist groß. Doch gibt US-Präsident Trump wirklich Ruhe?
Normalerweise konzentriert sich die Grönländerin Mia Chemnitz auf Mützen und andere Produkte aus der Wolle des arktischen Moschusochsen, die sie in ihrem kleinen Laden in der Hauptstadt Nuuk herstellt. Doch am Dienstagmittag grönländischer Zeit standen für sie die Livebilder aus New York im Vordergrund.
"Ich wollte erst nicht glauben, dass es wirklich passiert und wir einen guten Deal haben", sagte Chemnitz. Im Laufe des Tages sei sie immer unruhiger geworden, bis das Abkommen dann unterzeichnet wurde. "Ich habe wirklich den Atem angehalten."
Endlich eine Einigung, vorbei die Zeit der Drohungen von Donald Trump, Grönland zu kaufen oder mit militärischer Stärke zu übernehmen.
Im Streit um Grönland haben die USA, Dänemark und die Arktisinsel ein Abkommen geschlossen.
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Troels Lund Poulsen war bis Juni dänischer Verteidigungsminister. Als im Januar die komplexen Gespräche zwischen Grönland, Dänemark und den USA begannen, war er von Beginn an mit dabei. "Am Anfang dieser Verhandlungsrunde wusste niemand, wie sie enden würde. Es war ja klar, dass die Verhandlungsführer auf amerikanischer Seite das Abkommen letztendlich Donald Trump vorlegen müssen", sagt er.
Und der US-Präsident unterschrieb am Ende. Laut dem Abkommen werden die USA ihre bestehende Militärbasis ausbauen und zwei weitere Militärstützpunkte auf der Arktisinsel errichten. Investitionen von Nicht-NATO-Staaten und Nicht-EU-Staaten sind in Zukunft in Grönland nur noch begrenzt möglich.
Kommentar
22.09.2026
Immer wieder hatte US-Präsident Trump seinen vermeintlichen Anspruch auf Grönland bekundet.
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Von einer US-Übernahme Grönlands ist aber keine Rede mehr. Im Gegenteil: Das neue Abkommen garantiert die Souveränität des Königreichs Dänemark und das Selbstbestimmungsrecht Grönlands. Regierungschef Jens-Frederik Nielsen zog sich nach der Unterzeichnung um und zeigte sich in New York im festlichen, grönländischen Anorak. "Wir stehen hier mit einem Abkommen und ich bin damit zufrieden. Meine roten Linien wurden nicht überschritten", sagte er.