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Digitaler Kassenbon: Schluss mit der Zettelwirtschaft ab 2028
von Carsten Knobloch
23. Sep. 2026 |
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Wer kennt es nicht: Man holt sich morgens schnell zwei Brötchen und bekommt (ungefragt) einen Papierstreifen in die Hand gedrückt, der zwei Sekunden später im Müll landet. Genau dieser Zettelwirtschaft will die Bundesregierung bekanntlich an den Kragen. Das Bundeskabinett hat jetzt einen entsprechenden Gesetzentwurf durchgewunken, der die Pflicht zur Ausgabe von Papierbons ab dem Jahr 2028 abschaffen soll.
Stattdessen sollen digitale Belege künftig zum Standard werden. Das spart nicht nur jede Menge Papier, sondern nimmt Händlern wie Kunden auch unnötigen bürokratischen Ballast ab. Ob das das Hauptziel ist?
Nun: Gleichzeitig dreht man an den Daumenschrauben gegen Steuerhinterziehung. Rund 115.000 offene Ladenkassen stehen hierzulande nämlich immer noch auf den Verkaufstresen. Kassen also, bei denen Umsätze gar nicht oder nur handschriftlich festgehalten werden. Damit soll ab 2028 weitgehend Schluss sein: Wer mehr als 100.000 Euro Jahresumsatz macht, muss zwingend auf ein elektronisches Kassensystem umsteigen, damit alle Einnahmen manipulationssicher protokolliert werden.
Ausnahmen gibt es freilich auch. Wer im Jahr auf weniger als 12.000 Euro an Barumsätzen kommt, bleibt von der Kassenpflicht befreit. Weitere Ausnahmeregeln sollen später per Verordnung folgen, beispielsweise für Vertrauenskassen auf Selbsternte-Feldern oder den kleinen Hofverkauf.
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