// EUROGAMER.DE — GAMING
Star Wars Zero Company: Taktik-Hit knackt Millionen-Marke trotz Studio-Krise
Trotz Zwangsurlaub für das Entwicklerteam feiert das XCOM-ähnliche Spiel riesige Erfolge und spült 50 Millionen Dollar in die Kassen.
Das rundenbasierte Taktikspiel Star Wars: Zero Company von Entwickler Bit Reactor – das sich spielerisch stark an XCOM anlehnt – hat sich offenbar zum echten Erfolg entwickelt. Laut Schätzungen der Branchenanalysten von Alinea Analytics wanderte der Titel bereits über eine Million Mal über die virtuelle Ladentheke.
Das ist ein beachtlicher Meilenstein für Star Wars: Zero Company. Vor allem der Hintergrund verleiht diesem Erfolg eine besondere Brisanz: Vor dem offiziellen Release wurde der Großteil des Entwicklerteams von Bit Reactor unbezahlt beurlaubt. Auslöser dafür waren Berichten zufolge Streitigkeiten zwischen den Eigentümern des Studios sowie fehlende finanzielle Mittel. Nun stellt sich die drängende Frage, ob das Team dank der Einnahmen aus den Spielverkäufen wieder zurückgeholt und bezahlt werden kann.
Bit Reactor wurde 2022 von ehemaligen Branchen-Veteranen des Studios Firaxis Games (bekannt für XCOM und Civilization) gegründet. Das Team hat sich auf hochwertige rundenbasierte Taktikspiele spezialisiert.
Die mit Abstand erfolgreichste Plattform für Star Wars: Zero Company ist Steam. Beeindruckende 69,9 Prozent aller verkauften Einheiten entfallen demnach auf die PC-Plattform, gefolgt von 19,9 Prozent auf der PlayStation und 10,2 Prozent auf der Xbox (inklusive der Verkäufe über die Xbox-App auf dem PC).
Rhys Elliott von Alinea Analytics schätzt, dass Zero Company seit dem Launch am 27. August einen Umsatz von rund 50 Millionen US-Dollar eingespielt hat. Das sei laut Elliott eine beachtliche Summe für dieses Genre und in einem derart vollgepackten Veröffentlichungszeitraum – selbst mit der Zugkraft der Star-Wars-Marke.
Spannendes Detail am Rande: Obwohl sich das Spiel auf den Konsolen seltener verkaufte, spülte es dort pro Kopf mehr Geld in die Kassen. Der Grund ist denkbar simpel, wie Elliott anmerkt: "Konsolenspieler zahlen einfach mehr pro Exemplar."
Der überwiegende Teil der Spielerschaft – ganze 90 Prozent – verteilt sich laut der Aufschlüsselung von Alinea auf Nordamerika und Europa, während Asien lediglich fünf Prozent ausmacht. Das spiegelt womöglich auch die weltweite Popularität von Star Wars wider. Der Erfolg katapultiert Zero Company zudem in die Top 5 der umsatzstärksten Spiele des Jahres 2026, die auf einer großen Marke basieren. Unangefochtener Spitzenreiter ist hier das James-Bond-Spiel 007 First Light mit einem Umsatz von 309,8 Millionen US-Dollar. Zero Company ist dabei nur der jüngste von mehreren aktuellen Titeln, die die Millionen-Marke geknackt haben: Auch The Blood of Dawnwalker und Onimusha: Way of the Sword erschienen im selben Zeitraum und verkauften sich jeweils über eine Million Mal.