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Dolly Parton: Streit um ihr Erbe – Ex-Manager feuert »Waffenhändler«-Neffen
Musikerin und Unternehmerin Parton (2001 vor ihren Büroräumen in Nashville)
Dolly Partons Nachlassverwalter werfen dem Neffen der Country-Ikone Gewaltdrohungen vor. Zudem habe er gedroht, das Geschäftsimperium und das Vermächtnis seiner Tante zu zerstören. Dies geht aus am Dienstag eingereichten Gerichtsdokument hervor. Außerdem beantragte die Nachlassverwaltung, ihn per richterlichem Beschluss vom Personal und den Geschäftsangelegenheiten der Organisation fernzuhalten.
Die in Nashville eingereichten Unterlagen werfen ein ganz neues Licht auf einen Nachlass, der bisher besonders geordnet zu sein schien. Ein Teil davon war auch der Neffe, Bryan Seaver. Seavers Unternehmen hatte den Personenschutz für Dolly Parton gestellt, und Seaver war von der Sängerin persönlich ausgewählt worden, ihren Krebstod öffentlich bekannt zu machen. Er tat dies mit gemessenen Worten in einem Video, das am 25. August über Partons Social-Media-Accounts verbreitet wurde.
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Für die Verwaltung des Nachlasses wurde bereits zu Partons Lebzeiten die Firma She's Alive gegründet. Sie wird geleitet von Danny Nozell, Partons langjährigem Manager. Die Organisation ist damit betraut, Partons berufliche Vermögenswerte und geschäftliche Interessen zu verwalten und zu schützen.
Manager Nozell und Sängerin Parton (2014 im NorthStar Studio in Nashville)
In den Gerichtsdokumenten wirft She's Alive dem Neffen und Personenschützer Bryan Seaver vor, in den vergangenen Wochen zunehmend bedrohliche Nachrichten verschickt zu haben. Vergangene Woche kündigte She's Alive Seaver und seinem Unternehmen Squadron Augmented Protection. Sein »terrorisierendes Verhalten« habe eine weitere Beschäftigung »unhaltbar« gemacht. Dem US-Portal »TMZ« liegt das Schreiben vor , mit dem die Geschäftsbeziehung aufgekündigt wird; Seaver solle sein Personal »friedfertig« von Partons Liegenschaften abziehen.
Die Gerichtsunterlagen enthalten eine Reihe von Textnachrichten und E-Mails, die laut She's Alive von Seaver versendet wurden, beginnend kurz vor Dolly Partons Tod. In den Nachrichten droht er zunächst damit, Partons Vermächtnis zu zerstören. Nach dem Tod erfreut sich Seaver darin an seiner neuen Bekanntheit und bezeichnet sich selbst als »internationalen Waffenhändler«. Er habe am Todestag Waffen und Munition im Wert von 27 Millionen Dollar an die haitianische Polizei verkauft.
In einer am 1. September verfassten Nachricht kündigte Seaver an, einen Podcast zu starten, »der darauf abzielt, Dollys Markenpartnerschaften zu ruinieren und Verstöße aufzudecken, die diese Leute gegen uns begangen haben.« Er fügt hinzu: »Das wird großartig, Oder ihr bezahlt mich, verdammt noch mal.« Der »New York Times« zufolge bezeichnete sich Seaver des Weiteren als »Die Hand der Vergeltung für meine gesamte Familie«.
Der Klageschrift nach soll Seaver außerdem behauptet haben, während des Irakkriegs für private Militärdienstleister gearbeitet zu haben. Er habe in seinen Drohungen auf seine Söldnererfahrungen abgehoben, heißt es in der Klage. Er komme nicht aus dem Unterhaltungsgewerbe, sondern sei ein »Killer«, zitiert »TMZ« .