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IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld
In der anstehenden Tarifrunde für die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie fordert die IG Metall fünf Prozent mehr Geld. Zudem soll es eine tarifliche Gewinnbeteiligung für "Boom-Unternehmen" geben.
In der anstehenden Tarifrunde für 3,7 Millionen Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie pocht die IG Metall auf deutliche Verbesserungen: Der Vorstand der Industriegewerkschaft hat die Forderung nach fünf Prozent mehr Geld und einer tariflichen Gewinnbeteiligung für "Boom-Unternehmen" beschlossen, wie die IG Metall mitteilte. Außerdem soll es eine "tarifliche Sicherung von Zukunft und Beschäftigung" geben.
Der Beschluss des Vorstand der Gewerkschaft erfolgte heute nach entsprechenden Beschlüssen in den sieben Tarifbezirken gestern. "Wir gehen mit kämpferischem Realismus in die Verhandlungen", erklärte IG-Metall-Chefin Christiane Benner. "Verzicht bringt nichts voran. Statt Krisenrhetorik, Angriffen auf soziale Standards und Schwarzmalerei erwarten die Beschäftigten sichere Jobs, Ausgleich für gestiegene Preise und einen gerechten Anteil an den Gewinnen der Unternehmen", erklärte sie.
Das Forderungspaket der Gewerkschaft sei "verantwortungsvoll, gerecht und passgenau", erklärte IG Metall-Tarifvorständin Nadine Boguslawski. "Wir bieten und verlangen von den Arbeitgebern tariflich Antworten für die vielfältigen wirtschaftlichen Situationen: vom Krisen- bis zum Boom-Betrieb".
Die OECD hat ihre Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr deutlich heraufgesetzt.
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Die IG Metall hob hervor, dass der Auftragsbestand in zwei Dritteln der Unternehmen laut Erhebungen der Gewerkschaft "gut oder sehr gut" sei. Einen Auftragsboom gibt es danach insbesondere bei Herstellern von Schiffen und Schienenfahrzeugen sowie in der Medizintechnik, in der Luft- und Raumfahrt und im Rüstungsbereich.
Überschattet werden die Tarifverhandlungen für die größte deutsche Industriesparte mit rund 3,7 Millionen Beschäftigten von Krisen in anderen Teilen der Branche. So baut die Autoindustrie massiv Stellen ab, Werksschließungen drohen - dagegen protestierten rund 175.000 Beschäftigte auf einem bundesweiten Aktionstag der IG Metall. Angeschlagen ist auch der Maschinenbau.
Die Zahl der Stellenangebote für Berufseinsteiger ist in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen.
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Die Arbeitgeberverbände wiesen die Forderung zurück. Sie drängen auf niedrigere Arbeitskosten, um die Krise in weiten Teilen der Branche zu überwinden und den Stellenabbau zu beenden. "Es muss uns gelingen, dass unsere Unternehmen hier wieder wettbewerbsfähig produzieren können und somit möglichst viele Arbeitsplätze im Land erhalten bleiben", argumentierte der Südwestmetall-Vorsitzende Peter Sebastian Krause.
Die Verhandlungen beginnen in den Bezirken Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg am 7. Oktober, die anderen Tarifgebiete folgen in den Tagen darauf. Bis Ende Oktober könnte es eine zweite Verhandlungsrunde geben. Die Friedenspflicht endet mit dem Auslaufen des aktuellen Tarifvertrages am 31. Oktober - danach sind Warnstreiks möglich.