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Paukenschlag: Shelly vor dem Verkauf
von Carsten Knobloch
24. Sep. 2026 |
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Große Bewegung im Smart-Home-Markt: Schneider Electric plant ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für die Shelly Group. Der Energie- und Automatisierungskonzern will alle ausstehenden Aktien übernehmen und bietet 70 Euro je Aktie in bar. Damit wird Shelly mit rund 1,2 Milliarden Euro bewertet.
Die beiden Gründer und der Verwaltungsrat von Shelly unterstützen das Vorhaben bereits, eine entsprechende Investitionsvereinbarung ist unterzeichnet. Das wurde ja lose schon einmal im Juli durchgestochen.
Bis der Deal tatsächlich durch ist, dauert es allerdings noch etwas: Vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen wird der Vollzug für das erste Quartal 2027 erwartet. Voraussetzung ist zudem eine Mindestannahmeschwelle von 95 Prozent des ausstehenden Grundkapitals.
Für alle, die Shelly-Komponenten im Heimnetz nutzen, stellt sich natürlich sofort die Frage nach der Zukunft der Plattform. Hier beteuern beide Parteien Kontinuität. Der Hauptsitz in Bulgarien, die Belegschaft sowie die Marke und die Technologie sollen nach dem Vollzug für mindestens drei Jahre erhalten bleiben.
Für Kunden soll sich laut Unternehmen nichts ändern. Produkte, Services und der Support werden wie gewohnt fortgeführt. Auch die offene Ausrichtung mit flexiblen Schnittstellen und die Kompatibilität des Ökosystems sollen als wesentliche Merkmale erhalten bleiben. Genau das dürfte für viele Nutzer die wichtigste Botschaft sein, denn der Erfolg von Shelly basiert nicht zuletzt auf der leichten Integration in bestehende Setups.
Wie seht ihr die geplante Übernahme? Chance für das Ökosystem oder seht ihr den Schritt eher skeptisch? Eine Komplettübernahme durch Schneider Electric wäre für die Smart-Home-Branche ein Paukenschlag.
Shelly hat sich in den letzten Jahren vor allem bei Bastlern, Heimnetz-Betreibern und Heim-Automatisierern mit preiswerten, lokal steuerbaren Relais, Sensoren und Strommessern eine enorme Marktmacht aufgebaut.
Und ganz ehrlich: Ich bin bei solchen Geschichten immer skeptisch. Klar gibt es von Schneider auch Consumer-Kram, aber nicht in den Sphären, in denen Shelly unterwegs ist.
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