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Frontstadt in der Ukraine: "Jetzt beginnt dort echter Hunger"
Seit Mai leben die Menschen in Oleschky von Vorräten und dem, was sie im Sommer geerntet haben. Der Hunger nimmt in der von Russen besetzten Frontstadt jeden Tag zu. Nur wenigen gelingt die Flucht - die Gegend ist vermint.
Ksenia Archipowa hat ihr Telefon immer griffbereit, Tag und Nacht. Sie fühlt sich verantwortlich für die Menschen aus ihrer Heimatstadt. In Oleschky, im Süden der Ukraine, entwickelt sich gerade eine humanitäre Katastrophe.
"Ich kann den Leuten doch nicht nicht antworten. Sie melden sich, wenn sie mal gerade eine Verbindung haben. Zehn Minuten später haben sie vielleicht keine mehr. Wenn es klingelt, lasse ich alles stehen und liegen und höre mir ihre Bitten an", sagt Archipowa.
Oleschky liegt direkt am Dnipro - an der östlichen, von Russland besetzten Seite. Der Fluss bildet hier die Frontlinie.
Die ukrainische Stadt Oleschky liegt direkt an der Front - auf der von Russland besetzten Seite.
Ksenia Archipowa befindet sich seit der russischen Vollinvasion im nicht besetzten Teil der Ukraine. Von hier aus versucht sie seit Jahren, Hilfe für Oleschky zu koordinieren.
Was Ksenia Archipowa von dort hört, sind Stimmen verzweifelter Menschen, die sie, ihre Helferin, mit dem Kosenamen "Ksjuscha" ansprechen: "Ksjuscha, meinen Vater kannst Du von der Evakuierungsliste streichen, er ist in der Nacht gestorben."
Oder: "Ksjuscha, unser Haus ist getroffen worden, wie kommen wir nur raus?" Und: "Ksjuscha, kennst du eine sichere Adresse in Oleschky? Wir wollen umziehen - ins Nebenhaus sind die Russen eingezogen."
Ein Video zeigt, wie eine Drohne einen Gemüsehändler in der Ukraine verfolgt - und dann neben ihm explodiert.
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Doch die Frontstadt ist nicht nur besetzt, sie ist auch weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten, wie Archipowa und andere Beobachter berichten. Um die Stadt herum lägen viele Minen.