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Alien Breed 35th Anniversary Collection angespielt: Retro-Nostalgie mit spielerischen Abstrichen
Team17 bringt die Amiga-Klassiker zurück auf PC und Konsolen. Die Sammlung punktet mit starkem Bonusmaterial, schwächelt aber bei den 3D-Ablegern.
Das erste Alien Breed von Team17, ein vom Alien-Franchise inspiriertes Run-and-gun-Spiel aus der Vogelperspektive, feiert in diesem Jahr seinen 35. Geburtstag. Im Jahr 1991 nahm alles auf dem Amiga seinen Anfang und um das zu feiern, bringt euch die Alien Breed 35th Anniversary Collection nun eine geballte Ladung klassischer Games auf euren PC oder eure Konsole. Beim Anspielen stellt sich jedoch schnell heraus, dass ihr wirklich ein Faible für Retro-Erlebnisse braucht, um damit Spaß zu haben.
Die Alien Breed 35th Anniversary Collection ist eine Retro-Spielesammlung von Team17. Sie bündelt sechs Amiga-Shooter aus den 90er Jahren (2D und 3D) und bietet QoL-Updates wie Dual-Stick-Steuerung sowie ein interaktives Archiv mit historischen Entwickler-Einblicken. Die Collection erscheint heute für PC, PS5 und Xbox Series X/S und kostet 24,99 Euro – eine Switch-Version folgt noch 2026.
Zuerst einmal sollten wir aber auch klären, was hier eigentlich genau drinsteckt. Die Sammlung zelebriert zwar das 35‑jährige Jubiläum von Alien Breed, umfasst jedoch nicht alle Spiele der Reihe. Tatsächlich bekommt ihr nur die Games der ersten Ära: Alien Breed (1991), Alien Breed Special Edition '92 (1992), Alien Breed II: The Horror Continues (1993), Alien Breed: Tower Assault (1994), Alien Breed 3D (1995) und Alien Breed 3D II: The Killing Grounds (1996). Somit fehlen die Titel der zweiten Ära: Alien Breed Evolution (2009), Alien Breed: Impact (2010), Alien Breed 2: Assault (2010) sowie Alien Breed 3: Descent (2010).
Den Entwicklern zufolge sollen Verbesserungen die Titel zugänglicher machen, “ohne die Seele des ursprünglichen Gameplays zu verlieren”. Im Detail bedeutet das Dual-Stick-Unterstützung für alle Spiele sowie Maus- und Tastatursteuerung für die 3D-Games. Die Bildraten wurden optimiert und ihr habt mehrere Speicherstände pro Titel zur Verfügung, um jederzeit eine Sicherung anzulegen.
In der Praxis zeigt sich, dass sich die Titel sehr klassisch spielen – ob das jetzt gut oder schlecht ist, da kann man geteilter Meinung sein. Die älteren 2D-Games sind meines Erachtens noch am besten spielbar. Wenn ich hingegen Alien Breed 3D und den Nachfolger mit den Neuveröffentlichungen anderer klassischer Shooter – wie Doom oder Star Wars: Dark Forces – vergleiche, ziehen die Alien-Breed-Spiele den Kürzeren. Der Shooter-Klassiker von id Software sieht etwa besser aus und spielt sich auch angenehmer. Ich hatte mir dahingehend von der Collection mehr erhofft.
Hinsichtlich der grafischen Darstellung könnt ihr zwischen 4:3- und 16:9-Format wechseln, verschiedene Filter (Scanline, CRT-TV, Mega CRT) oder Bildschirmrahmen wählen, um das Erlebnis ein wenig anzupassen. Unterdessen sind die lokalen Koop-Modi weiterhin vorhanden, es gibt aber auch neue Ergänzungen. Der Rush-Modus ist ein P2P-Online-Koop-Modus. Alleine oder gemeinsam stellt ihr euch hier dem Schwarm – ohne Spielstände und ohne die Möglichkeit, nach dem Ableben weiterzuspielen.
Wenn ihr hingegen gerne in Behind-the-Scenes-Material stöbert, könnt ihr ein extra zusammengestelltes Archiv durchforsten, das als interaktive Experience innerhalb des Spieluniversums gestaltet wurde. Dort findet ihr Konzeptzeichnungen und die ursprünglichen Veröffentlichungen, eine Zeitleiste mit Entwicklerinterviews und Rückblicksvideos des Originalteams. Die Lost Files bringen euch unveröffentlichte Spiele näher und ihr erfahrt mehr über “Was wäre wenn?”-Projekte, die die 35-jährige Reise von Alien Breed geprägt haben.
Bei der Alien Breed 35th Anniversary Collection solltet ihr euch ganz genau im Klaren darüber sein, was ihr von dieser Sammlung erwartet. Einerseits bekommt ihr hier nur die Retro-Klassiker der ersten Ära und die spielen sich größtenteils wie früher. Wenn ihr moderne Games gewohnt seid, hadert ihr womöglich damit, euch daran anzupassen. Mal abgesehen davon, d