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Resident Evil: Neuer Kinofilm macht einen unbewaffneten "Idioten" zum Hauptdarsteller
Regisseur Zach Cregger verzichtet bei seiner Kino-Adaption auf Leon Kennedy. Stattdessen schickt er einen völlig überforderten Kurier nach Raccoon City.
Zach Cregger möchte mit Resident Evil keine weitere Geschichte über einen schwer bewaffneten Spezialisten erzählen, der beim Anblick eines mutierten Monsters routiniert das Magazin wechselt. Sein Hauptdarsteller besitzt weder Kampferfahrung noch einen besonders ausgeprägten Überlebensinstinkt. Dafür bekommt er eine Mission, an der vermutlich auch qualifizierte Profis wenig Freude hätten.
Im Gespräch mit Empire beschrieb Cregger seinen Protagonisten Bryan als gewöhnlichen Mann, der vollkommen unvorbereitet in den Ausbruch von Raccoon City gerät. Der medizinische Kurier wird von Austin Abrams gespielt, mit dem der Regisseur bereits bei Weapons zusammenarbeitete.
„Das Konzept besteht darin, einem Idioten zu folgen“, erklärte Cregger. Damit meine er allerdings nicht, dass Bryan dumm sei. Er entspreche nur nicht dem üblichen Videospielhelden: „Er besitzt keinerlei Kampferfahrung und ist vollkommen ungeeignet für Survival.“
Trotzdem werde Bryan mit einer quasi heiligen Mission belastet, die ihn direkt ins Zentrum der Katastrophe führt. Cregger vergleicht seine Reise deshalb mit „Frodo auf dem Weg nach Mordor“. Nur konnte Frodo immerhin auf Aragorn, Gandalf und mehrere bewaffnete Freunde zurückgreifen.
Die Handlung spielt während des Ausbruchs aus Resident Evil 2, erzählt jedoch eine eigenständige Geschichte. Bekannte Figuren wie Leon S. Kennedy und Claire Redfield sollen nicht auftreten. Cregger möchte ihre bereits in den Spielen erzählten Geschichten nicht erneut verfilmen, sondern zeigen, was in derselben Nacht einem anderen Einwohner von Raccoon City widerfahren könnte.
Gemächlich dürfte der Film trotzdem nur sehr kurz beginnen. Laut Cregger breche das Chaos nach ungefähr fünf Minuten aus und lasse anschließend bis zum Ende nicht mehr nach. Resident Evil fühle sich dadurch wie „eine einzige gigantische Sequenz“ an.
Die Struktur orientiere sich direkt an den Spielen. Bryan bewegt sich von einem Schauplatz zum nächsten, wobei jeder Ort eine neue Gefahr und eine eigene Aufgabe mit sich bringt. Cregger bezeichnet den Film deshalb als Spießrutenlauf. Dazu übernimmt er weitere Spielelemente wie knappe Munition, Heilgegenstände und eine schrittweise bessere Bewaffnung.
Cregger hatte bereits in einem früheren Interview verraten, dass Bryan zunächst eine Pistole, später eine Schrotflinte und schließlich eine MP5 findet. Resident Evil startet am 17. September 2026 in den deutschen Kinos.