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Marktanalyse: Auslieferungen von smarten KI-Brillen verdoppeln sich
von Carsten Knobloch
25. Sep. 2026 |
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Der Markt für smarte Brillen mit KI-Anbindung legt wohl zu. Aktuellen Zahlen des Marktforschungsunternehmens Omdia zufolge wurden im ersten Halbjahr 2026 weltweit rund 4,2 Millionen KI-Brillen ausgeliefert. Das entspricht einem Plus von 127 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, auch wenn die Zahlen weiterhin auf einem vergleichsweise überschaubaren Niveau basieren.
Platzhirsch bleibt Meta, das mit 3,4 Millionen ausgelieferten Einheiten einen Marktanteil von satten 81,3 Prozent für sich verbucht. Der Erfolg fußt vor allem auf der simplen Kombination aus Foto- und Videoaufnahmen per Knopfdruck oder Zuruf, integrierten Open-Ear-Lautsprechern und KI-Sprachassistenz in alltagstauglichen Brillengestellen. Hier weise ich auch gerne noch einmal auf unsere aktuelle Monatsumfrage hin:
Hinter Meta zeigt sich der Markt jedoch deutlich zersplitterter. Auf den zweiten Platz kletterte der Hersteller Even Realities mit rund 102.000 Einheiten (2,4 Prozent Marktanteil), angetrieben durch die G2-Serie in Nordamerika und Westeuropa. Das Unternehmen verfolgt einen komplett gegensätzlichen Ansatz: Anstelle von Kameras und Lautsprechern setzt man auf ein dünneres Gestell, ein kleines monochromes Display und Produktivitätsfunktionen wie Echtzeit-Transkription.
Besonders dynamisch entwickelt sich der Markt in China, wo die Auslieferungen im ersten Halbjahr um 306 Prozent nach oben kletterten. Dort experimentieren zahlreiche Anbieter mit unterschiedlichen Hardware-Setups. Die drei größten lokalen Akteure Alibaba, INMO und Xiaomi kommen zusammen gerade einmal auf 46,1 Prozent Marktanteil.
Neben unterschiedlichen Vorlieben bei Design und Funktionen treibt vor allem das Thema Datenschutz die Zersplitterung voran. Laut den Analysten wächst der Druck auf Modelle mit integrierten Kameras stetig. Künftige Geräte werden transparenter aufschlüsseln müssen, wann Aufnahmen verarbeitet werden und wie Daten vor dem Zugriff Dritter geschützt bleiben. Ich bin mal gespannt, wann die Kisten wirklich den Markt durchdringen und sich etablieren, wie es einst Smartphones taten. Wird sicherlich noch dauern.
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