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US-Sanktionen: Warum iranische Airlines weiter in die Türkei fliegen
Neue US-Sanktionen sollen den iranischen Luftverkehr treffen. Flugzeuge aus dem Land sollen weltweit nicht mehr abgefertigt werden. Doch in Istanbul landen weiterhin Jets aus Iran. Die Türkei nutzt offenbar ein Schlupfloch.
Am Montag musste alles ganz schnell gehen für Farnaz. In wenigen Tagen beginnt die junge Iranerin ein Studium in einem EU-Land. Dann hieß es plötzlich aus den USA: Alle iranischen Airlines werden sanktioniert.
Ihre Familie habe ihr geraten, einfach das erste Ticket zu nehmen, das sie bekommen könne, erzählt Farnaz. Selbst wenn sie dann zwei Tage am Flughafen in Istanbul warten müsse. Sonst komme sie vielleicht nicht mehr mit dem Flugzeug aus Iran weg.
So einfach war es dann aber nicht. Die Ticketpreise hatten sich in kürzester Zeit verdoppelt. Wie Farnaz wollen offenbar viele das Land verlassen, solange das noch mit dem Flugzeug möglich ist. Seit Beginn des Krieges gibt es ohnehin nur noch wenige Flugverbindungen.
Letzten Endes habe ihre Familie beim Flughafen angerufen, sagt Farnaz. Dort habe man ihnen gesagt, dass die Flüge starten. Das Gleiche hätten zwei Fluggesellschaften, Iran Air und Iran Airtour, mitgeteilt. "Aber die anderen Airlines wollten uns gar nichts sagen."
US-Präsident Trump und Israels Premier Netanjahu hatten auf einen Durchmarsch im Iran-Krieg gesetzt.
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Am Mittwoch konnte Farnaz über Istanbul ausreisen. Eigentlich sollten die neuen US-Sanktionen da bereits in Kraft sein. Aber nach wie vor landen Flugzeuge iranischer Airlines in der Türkei. Die Ankündigung von US-Finanzminister Scott Bessent klang da ganz anders:
"Am 23. September werden alle iranischen Fluggesellschaften weltweit lahmgelegt. Wenn sie landen, darf ihnen kein Treibstoff mehr zur Verfügung gestellt werden, sie dürfen keine Landedienstleistungen erhalten, ihre Tickets dürfen nicht verkauft werden. Andernfalls werden diese Dienstleister vom Dollarsystem ausgeschlossen."
Die USA wollen Iran wirtschaftlich isolieren und drohen dessen Handelspartnern mit Sanktionen.
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Abgesehen von Russland und China, engen Partner Irans, sehen sich eine ganze Reihe von Staaten zum Handeln gezwungen: Oman, Georgien und Aserbaidschan haben alle Aktivitäten iranischer Airlines ausgesetzt. Turkmenistan hat sogar seinen Luftraum für ein aus Teheran kommendes Flugzeug gesperrt, die Maschine musste umkehren. Der Vorsitzende des iranischen Sicherheitsrates Mohsen Rezaei droht Ländern, die iranische Airlines nicht mehr landen lassen: