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Verkauf von Shelly: Gründer versucht, die Community zu beruhigen
von Carsten Knobloch
25. Sep. 2026 |
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Nachdem das Übernahmeangebot von Schneider Electric für die Shelly Group bekannt wurde, war die Aufregung in der Smart-Home-Szene verständlicherweise groß. Zu oft hat man in den vergangenen Jahren erlebt, wie kleine, beliebte Hersteller von Großkonzernen geschluckt wurden und am Ende Dokumentationen verschwanden, Accounts zur Pflicht wurden oder der Support vor die Wand fuhr. Jetzt hat sich Shelly-Gründer und CEO Dimitar Dimitrov mit einer persönlichen Nachricht direkt an die Community gewandt, um die Wogen zu glätten.
Die wichtigste Botschaft vorweg: An den Grundpfeilern soll sich rein gar nichts ändern. Lokale Steuerung, offene APIs, MQTT, Webhooks und die direkte Einbindung in Plattformen wie Home Assistant oder openHAB bleiben ohne Cloud-Zwang erhalten. Die Geräte funktionieren im heimischen Netzwerk weiterhin autark, ohne dass ein Online-Konto vorausgesetzt wird.
Auch personell und organisatorisch bleibt angeblich alles beim Alten. Shelly soll als eigenständiges Unternehmen mit eigener Marke und eigener Hardware weitergeführt werden. Gleiches gilt für die Website, die Dokumentation, die Firmware-Entwicklung und den direkten Support in den gewohnten Community-Gruppen. Es werde keine Migration auf fremde Portale geben.
Schneider Electric sei laut Dimitrov gerade wegen der aktiven Community, des offenen Ansatzes und des hohen Entwicklungstempos an Shelly interessiert - ich hätte vermutet, dass man auch auf Kohle aus ist. Verrückt, nicht wahr? Es mache für den Konzern aber wohl keinen Sinn, genau diese Stärken zu beschneiden. Mit der Partnerschaft wolle man vor allem das Tempo bei neuen Produkten anziehen und Shelly weltweit breiter bei professionellen Installateuren platzieren.
Dimitrov zeigt immerhin Verständnis für die Skepsis vieler Nutzer, da die Floskel "Es ändert sich nichts" in der Tech-Welt einen schlechten Ruf genießt. Er bittet darum, das Team an Taten zu messen, sprich an künftigen Firmware-Releases und neuen Geräten. Man darf gespannt sein, ob dieser Kurs auch nach einem erfolgreichen Abschluss des Deals so konsequent beibehalten wird. Immerhin greift ein europäisches Unternehmen zu.
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