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Fotografie - Eine Fotografin schießt Fotos mit einer Zahnbürste – die Fotos sehen »seltsam« aus
Diese Fotografin ging mit einer Zahnbürste auf Motivjagd. (Bildquelle: allthegearnoskills / Instagram)
Das ist ein Zitat von der Fotografin hinter dem Instagram-Konto »allthegearnoskill«. Ihre Videos sind generell sehr humorvoll und sollten nicht zu sehr ernst genommen werden – sie vergleicht unter anderem die Sigma BF mit einer Thunfischdose.
Jetzt macht sie Schlagzeilen mit einem besonders kuriosen Projekt: Straßenfotografie mit einer Zahnbürste.
Für dieses Experiment hat die Fotografin die neue Dyson CameraJet verwendet. Dabei handelt es sich um eine Smart-Zahnbürste, die als Erste ihrer Art mit einer integrierten Kamera ausgestattet ist.
Mit der Dyson CameraJet wird euch ein Live-Feed von eurem Mund auf dem Smartphone angezeigt. (Bildquelle: Dyson)
Der Hersteller bewirbt das Gerät vollmundig mit einer »100k-Pixel-Makroobjektivkamera«. Das mag im Marketing-Sprech beeindruckend klingen, bedeutet in der Realität der Fotografie aber gerade einmal bescheidene 0,1 Megapixel.
Um Zahnzwischenräume gezielt zu erkennen und mit einem Flüssigkeitsstrahl zu reinigen, analysiert das winzige Objektiv 28 Bilder pro Sekunde. Unterstützung bekommt es dabei von einem Stroboskoplicht und – weil heute offenbar selbst Badezimmerartikel nicht mehr ohne auskommen – einen hauseigenen KI-Algorithmus für maschinelles Lernen direkt in der Zahnbürste.
Über eine WLAN-Verbindung zur MyDyson-App sehen Nutzer auf dem Smartphone live, was sonst Zahnärzte sehen. Für allthegearnoskill war diese skurrile Kombination aus 0,1 Megapixeln, App-Live-View und KI-gestützter Zahnputz-Technologie aber offenbar genau das richtige Werkzeug, um die Zahnbürste kurzerhand zweckzuentfremden und damit auf der Straße auf Motivjagd zu gehen.
Wie die Fotografin gegenüber Petapixel verriet, sind die Ergebnisse ihrer Tour schlichtweg »seltsam« – aber genau das macht ihren Reiz aus.
Da das Objektiv für extreme Nahaufnahmen im Mundraum konzipiert ist, wirken die Straßenszenen im Freien stark verzerrt und erinnern optisch eher an Infrarotfotografie. Auch der Mini-Sensor zeigt sich eigensinnig: Er benötigt zwar viel Licht, gerät bei zu viel Helligkeit aber schnell an seine Grenzen, was zu recht unvorhersehbaren Farben führt.