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TMOG: Neuer proprietärer Taskmanager für Profis
David Plummer entwickelte vor rund 30 Jahren den Taskmanager für Windows. Jetzt stellt er einen komplett neuen Taskmanager vor, der auch unter Linux läuft und sich mit grellen Neon-Anzeigen in die Netzhaut brennt. Den vollen Funktionsumfang gibt es nur gegen eine Lizenzgebühr.
TMOG ist vollständig in C++ geschrieben und nutzt unter Linux das Qt6 Toolkit. Der Taskmanager soll damit deutlich schneller und flüssiger arbeiten als manch ein Konkurrent. In erster Linie hilft TMOG dabei, die besonders ressourcenfressenden Prozesse ausfindig zu machen.
Für jeden Prozess liefert TMOG die Prozessorauslastung, Speicherverbrauch, Datenträgeraktivitäten, Netzwerkauslastung und den Energieverbrauch. Anders als in vielen anderen Taskmanagern kann man mit TMOG folglich genau nachvollziehen, welche Prozesse die größten Stromsauger sind. Obendrein liefert das Tool die aktuelle Temperatur des Prozessors – vorausgesetzt, der Zugriff auf die entsprechenden Sensoren ist erlaubt.
David Plummer verspricht, dass alle angezeigten Werte den tatsächlichen entsprechen: Eine Null bedeute immer, dass auch der entsprechende Sensor eine 0 liefert. Nicht verfügbare Werte kennzeichnet TMOG entsprechend. Aussetzer in den Aufzeichnungen sollen stets tatsächlich so stattgefunden haben. TMOG beobachtet sich übrigens sogar selbst. Sollte das Betriebssystem eine Prozess-IDs erneut verwenden, lässt sich das Taskmanager davon nicht irritieren. Auf diese Weise kann man etwa nicht versehentlich den falschen Prozess abschießen.
In der Benutzeroberfläche leuchten die Statistiken und Diagramme in Neonfarben. Wie grell, dürfen Anwender immerhin selbst bestimmen. Unabhängig davon lässt sich zwischen einem Light- und einem Dark-Modus wechseln.
Die Basis-Version von TMOG ist kostenlos erhältlich, den vollen Funktionsumfang offeriert ausschließlich die 40 US-Dollar teure Pro-Version. Die bietet unter anderem einen „Flugschreiber“ (Flight Recorder), der die Daten der sieben Telemetrie-Panel aufzeichnen, abspeichern und später erneut wieder abspielen kann. Auf diese Weise lassen sich Probleme nachträglich analysieren. Nur die Pro-Version listet zudem alle Netzwerkverbindungen beziehungsweise genutzten Sockets auf.
Die Linux-Fassung gibt es als AppImage, DEB-Paket oder .tar.gz-Archiv – jeweils wahlweise für die x86- und ARM64-Architektur. Einsicht in den Quellcode gewährt David Plummer allerdings nicht.
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