// COMPUTERBASE — INTELLIGENZA ARTIFICIALE
Meta VR Glasses: Fünfmal leichter als Quest 3 und trotzdem 5K
Meta schrumpft die VR-Brille auf beinahe normales Brillenformat: Die neuen Meta VR Glasses wiegen nur rund ein Fünftel einer Quest 3. Möglich wird das durch einen ausgelagerten Puck für Rechenhardware und Akku. Dafür ruft Meta zum Start einen deutlich vierstelligen Preis auf.
Wer VR bislang vor allem mit einem halben Kilo Technik vor dem Gesicht verbindet, bekommt von Meta ein deutlich anderes Konzept präsentiert. Die Meta VR Glasses bringen nach Herstellerangaben rund 100 Gramm auf die Waage und sollen damit fünfmal leichter als eine Meta Quest 3 sein. Ganz verschwunden ist das Gewicht allerdings nicht: Recheneinheit, Akku und Massenspeicher sitzen in einem separaten Puck, der per optischem Kabel mit der Brille verbunden ist und in der Tasche oder am Gürtel getragen wird.
In der Brille selbst bleiben Sensorik und Display. Meta spricht von einem „5K Infinite Display“ auf Basis von Micro-OLED-Panels und nennt 37 Pixel pro Grad. Eine klassische Auflösung in Pixeln pro Auge nennt der Hersteller in der Ankündigung dagegen nicht. Für die Optik kommen kompakte Pancake-Linsen zum Einsatz. Dolby Vision und in den Bügel integriertes Dolby Atmos sollen die Brille zugleich als persönliches Kino positionieren.
Angetrieben wird der ausgelagerte Puck von Qualcomms neuem Snapdragon Reality Elite. Der Akku soll bei hochauflösender Medienwiedergabe bis zu drei Stunden durchhalten und mit bis zu 45 Watt geladen werden können.
Bei der Bedienung setzt Meta konsequent auf Blickerfassung und Handgesten. Separate Controller sind nicht vorgesehen. Zum Start sollen mehr als 75 Spiele verfügbar sein, die sich ausschließlich mit den Händen steuern lassen. Über Xbox Cloud Gaming sollen sich darüber hinaus Hunderte weitere Titel streamen lassen.
Daneben zielt Meta deutlich auf Filme und produktives Arbeiten. Virtuelle Bildschirme lassen sich frei im Raum platzieren, während eine ebene Oberfläche per sogenanntem Surface Input als Tastatur und Touchpad dienen kann. Full-Color-Passthrough hält dabei die reale Umgebung sichtbar. Die Meta VR Glasses sind außerdem das erste als IMAX Enhanced zertifizierte VR-Gerät und unterstützen ausgewählte 3D-Filme sowie immersive Sportübertragungen.
Auch holografische Videoanrufe gehören zum angekündigten Funktionsumfang. Dabei soll eine fotorealistische digitale Darstellung des Nutzers samt Mimik und Reaktionen erzeugt werden. Unterstützt werden sollen unter anderem WhatsApp und Zoom.
Auf den Markt kommen sollen die Meta VR Glasses im Frühjahr 2027. In den USA nennt Meta einen Preis von 1.299,99 US-Dollar. Einen Europreis oder einen konkreten Termin für Deutschland hat der Konzern bislang nicht genannt.
Damit entfernt sich Meta preislich deutlich von der Quest-Reihe, verfolgt mit dem erheblich leichteren Formfaktor aber auch ein anderes Ziel: Statt eines klassischen VR-Headsets soll die Hardware näher an eine Brille rücken. Ob der ausgelagerte Puck diesen Komfortgewinn im Alltag aufwiegt, dürfte sich erst mit ersten unabhängigen Tests zeigen.