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Froschreich im Test: Kleiner Teich, erstaunlich große Entscheidungen
Das kompakte Kartenspiel von Erfolgsautor Tomáš Holek beweist im Test, dass in einer kleinen Schachtel ein überraschend komplexes Taktik-Puzzle stecken kann.
In der Brettspielwelt genießt Tomáš Holek einen ausgezeichneten Ruf. Gerade wenn ihr gerne in komplexeren Gefilden fischt, sind seine Spiele häufig eine gute Empfehlung. Zuletzt sorgte vor allem SETI: Search for Extraterrestrial Intelligence für Aufsehen und gewann 2025 den Deutschen Spielepreis. Dass Holek auch eine Nummer kleiner kann, möchte er mit Froschreich beweisen. In dem kompakten Kartenspiel baut ihr einen persönlichen Gartenteich aus Fröschen, Lebensräumen und Wasserflächen. Was zunächst nach einem gemütlichen Legespiel klingt, entwickelt sich allerdings schnell zu einem anspruchsvollen Optimierungspuzzle.
Der Brettspielautor Tomáš Holek ist vor allem für komplexe Strategiespiele bekannt. Besondere internationale Aufmerksamkeit erlangte er durch den gefeierten Sci-Fi-Hit SETI: Search for Extraterrestrial Intelligence, der im Jahr 2025 mit dem renommierten Deutschen Spielepreis ausgezeichnet wurde.
Kartenspiele, bei denen ihr nach und nach ein Raster vor euch auslegt, gibt es mittlerweile zuhauf. Viele davon sind schnell erklärt, locker gespielt und zumindest teilweise vom Glück bestimmt. Froschreich fällt nur bedingt in diese Kategorie. Mit einem Schwergewicht wie SETI kann und will es zwar nicht konkurrieren, in seiner kleinen Schachtel verbergen sich aber überraschend viele taktische Entscheidungen. Zu Beginn ist euer Teich noch leer. Nach 15 Runden besteht er aus einem Raster von 3 × 5 Karten. Ihr startet mit drei Handkarten und nehmt in jedem Zug eine weitere aus einer offenen Auslage. Dort liegen lediglich drei zur Auswahl. Trotzdem solltet ihr die Wahl mit Bedacht treffen, eure Entscheidung betrifft nicht nur die Zusammenstellung der eigenen Kartenhand, sondern hat weitreichendere Folgen.
Jede der drei Positionen in der Auswahlreihe ist mit einem Bewegungswert verbunden, der den springenden Frosch auf einer fünfteiligen Nahrungsleiste versetzt. Dort warten Schmetterlinge, Libellen, Spinnen und anderes Kleingetier darauf, euren Teich um schmackhafte Nahrung für die Frösche zu ergänzen. Bestimmte Sofortaktionen erlauben es euch, Handkarten als Nahrung zu verwenden. Welche Nahrung ihr sammeln dürft, hängt davon ab, wo der Frosch nach seiner Bewegung landet.
Dadurch müsst ihr regelmäßig abwägen: Nehme ich die Karte, die perfekt in meinen Teich passt, oder bewege ich den Frosch lieber zu einer Nahrung, die bei der Schlusswertung besonders wertvoll werden könnte? Vollständig planen lässt sich das nicht, denn die Mitspieler verändern sowohl die Kartenauslage als auch die Position des Froschs. Gerade diese kleine gemeinsame Ebene sorgt dafür, dass ihr nicht ausschließlich über eurem eigenen Raster brütet, sondern eine angenehme Interaktion entsteht.
Nachdem ihr eure Auswahl getroffen habt, müsst ihr eine Handkarte in euren Teich legen. Bei der Positionierung lässt euch Froschreich viele Freiheiten. Ihr müsst weder am unteren Rand beginnen noch neue Karten an bereits ausliegende Exemplare anlegen. Solange am Ende ein Raster von 3 × 5 entsteht, dürft ihr euren Teich in beliebiger Reihenfolge aufbauen. Die meisten Karten zeigen unterschiedliche Froscharten. Hinzu kommen verschiedene Lebensräume, die ebenfalls einen Platz in eurem Teich beanspruchen. Welche Kombination sinnvoll ist, hängt von den jeweiligen Wertungsbedingungen ab. Fast alle Froscharten möchten in möglichst großen Gruppen zusammenliegen, stellen jedoch individuelle Ansprüche an ihre Umgebung oder an die Zusammensetzung des gesamten Teichs.
Alternativ könnt ihr jede Karte umdrehen und als Wasserfeld auslegen. Auf den Rückseiten warten Soforteffekte, Nahrungssymbole oder gar direkte Siegpunkte. Wasser ist deshalb keineswegs nur eine Notlösung für unpassende Karten. Im richtigen Moment kann es sinnvoller sein, auf einen weiteren Frosch zu verzichten und stattdessen einen Effekt auszulösen oder ein