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Energie - Bremsklotz für die private Energiewende: Laut einer Studie lohnen sich PV-Anlagen mit Katharina Reiches neuen Solarregeln für viele Haushalte nicht mehr
Die neuen Regelungen von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche werden von einer Studie kritisiert. (Bildquelle: Bundestag)
Die Bundesregierung diskutiert noch immer über die geplante Abschaffung der Einspeisevergütung für kleine Solaranlagen in Deutschland. Eine Studie kommt nun zu dem Schluss, dass die Umsetzung den Ausbau hemmen könnte.
Die Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche von der CDU plant eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, kurz »EEG«. Unter anderem sollen die festen Einspeisevergütungen für neue Photovoltaikanlagen auf Hausdächern gestrichen werden. Eigentümer müssten ihren Strom dann selbst auf der Strombörse verkaufen.
Der Thinktank Agora Energiewende hat eine Studie zu den neuen Regelungen durchgeführt und warnt vor den Folgen. Für viele Eigentümer würde sich die Investition in eine PV-Anlage stand jetzt schlicht nicht mehr lohnen.
Je nach Eigenverbrauch würde die Direktvermarktung für einen Vier-Personen-Haushalt demnach jährlich Mehrkosten in Höhe von 185 bis 277 Euro verursachen. Für Haushalte ohne E-Auto und Wärmepumpe wäre das Modell dann einfach nicht mehr lukrativ.
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Gerade der Ausbau kleiner Dachanlagen, die laut der Studie etwa 30 Prozent der Solarleistung ausmachen, könnte dadurch erheblich ausgebremst werden.
Die Mehrkosten entstehen vor allem durch Dienstleister, die zwischen den Anlagenbesitzern und den Abnehmern vermitteln. Derzeit liegen diese Kosten bei knapp 140 Euro pro Jahr. Damit sich das Geschäft lohnt, müsste der Preis auf unter 50 Euro jährlich sinken.
Julia Bläsius, die Direktorin von Agora Energiewende Deutschland, zieht daher folgendes Fazit:
»Kleine PV-Dachanlagen stehen an der Schwelle zur Wirtschaftlichkeit. Doch die vom Gesetzgeber vorgesehene Direktvermarktung ist derzeit noch komplex und teuer für Privathaushalte. [...] Die Bundesregierung kann die EEG-Novelle jetzt nutzen, um die Marktintegration kleiner PV-Dachanlagen gut vorzubereiten. Wichtig dafür ist, den zweiten Schritt nicht vor dem ersten zu machen: Erst mal müssen die Voraussetzungen geschaffen werden, dann können sich wirtschaftlich attraktive Angebote bilden.«